Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschmäckler, m.

geschmäckler, m.
der einen überfeinen oder kleinlichen geschmack hat, geschmackler Campe: lasse man eine seele wie Bürgers nur ungeplagt und ungemeistert! so viel genie führt geschmack und zwar den wahren geschmack in gleichem grade mit sich, so wenig das den geschmäcklern einwill. teutsch. Merkur 1776 jan.; es ist auch kein hassenswürdiges gesicht, wie's etwa mancher süszlicher geschmäckler anekeln wird. Lavater phys. fragm. 3, 8, 2; die theologie des geschmäcklers. Claudius 7, iii; insbesondere von den anhängern des französischen geschmacks (6, a) im vorigen jahrh.: dem schwachen geschmäckler wirds ewig schwindlen an deinem coloss (Erwins münsterbau). d. j. Göthe 2, 205 (werke 39, 340); geschmäcklerpfaffenwesen. werke 26, 233.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3933, Z. 50.

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Zitationshilfe
„geschmäckler“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschm%C3%A4ckler>, abgerufen am 08.12.2021.

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