Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschmackig, adj.

geschmackig, adj.
wolschmeckend, verstärktes schmackig, smeckig Dief. 511ᶜ, mit den nebenformen geschmackicht Steinbach 2, 458, geschmäckig Hulsius dict. 60ᵇ. Aler 915ᵇ, geschmacktig voc. inc. teut. i 3ᵃ, wie geschmackt neben geschmack sp. 3932, ferner oberd. geschmachig Schöpf 626. Castelli 156. Hügel 72ᵃ, geschmächig Schm.² 2, 541, wie geschmach neben geschmack: geschmackig, sapidus, saporosus Hüpfuff voc. 1515 J 2ᵃ. Krämer 544ᵇ; diejenigen lämbel, so von denen wölffen gebissen worden, seind viel geschmackiger, als die niemahls dero zähn ausgestanden. Abr. a S. Clara Judas 1, 476; gschmachig, lieblich, anmutig, z. b. von mädchen Castelli a. a. o., das gegentheil: ungeschmackig, unangenehm: ungeschickte, grobe, ungeschmackige gesellen. Albertinus landstörzer 138; ironisch: gschmachig reden, thun, sich stellen, abgeschmackt, ein gschmachiger mensch, ein langweiliger. Schöpf a. a. o.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3933, Z. 26.

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Zitationshilfe
„geschmackig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschmackig>, abgerufen am 28.11.2021.

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