Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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geschmatz, n.

geschmatz, n.
verbalsubst. zu schmatzen.
1)
geschmatz, getöse der schweine, wenn sie fressen Rädlein 365ᵇ; ohne geschmatz lachen, essen Krämer 544ᵇ, geschmatze Ludwig 753; mit umlaut:
und solche feiste schleck'
mit klingendem geschmätz ab allen zähnen leck.
Grobian. 6.
2)
geküsse Rädlein 365ᵇ:
(Rinald) umarmt und küszt ihn hundertmal, und mehr.
drauf Malegys: genug mit dem geschmatze!
Gries Bojardo 1, 5, 26.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3936, Z. 43.

geschmätz, n.

geschmätz, n.
subst. verb. zu schmätzen.
1)
schmierige, klebrige sache, gemengsel von speisen Schm.² 2, 560, schwäb.-bair. gschmetz, die überbleibsel der brühe weichgekochter mehlklösze oder mehlspeisen Schmid 471. Delling 1, 213; geschmier, geklecks: horend, lieb fraw Metz, ditz gepletz ist sus geschmetz. cod. germ. mon. 411, f. 48 bei Schm.
2)
gerede, geschwätz Schm.:
welcher vil geschmetz kan machen
als hülen und närrisch lachen.
H. Vintler bei Haupt 9, 104, gesmätz 9062 Zingerle;
und des geschmetzs mehr. Luther 7, 235ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3936, Z. 53.

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Zitationshilfe
„geschmatz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschmatz>, abgerufen am 03.12.2021.

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