Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschnür, n.

geschnür, n.,
coll. zu schnur oder subst. verb. zu schnüren.
1)
als schmuck: monile, halsketten, geschnier am hals. Dief. 366ᶜ aus Altenstaig voc. 1516; bair. das geschnüer, der hauptschmuck einer bürgerlich gekleideten, bestehend aus einer silbernen, vor dem brustlatz viele gänge machenden kette nebst schnürhaken Schm.² 2, 581.
2)
die durcheinander geschlungenen schnüre am gepäck: ein weitläuftiges geschnür von leinwand und stricken auf dem rücken (eines franz. packpferdes 1813). Immermann memorab. 1, 69;
neugierig aber laufen aus der thür
zum ball'n die damen, lösen das geschnür.
es weicht, es fällt.
Tristan und Isolde 263.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3953, Z. 3.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
geschlag gesellschaftsblick
Zitationshilfe
„geschnür“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschn%C3%BCr>, abgerufen am 01.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)