Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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geschnaite

geschnaite,
s. geschneide.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3949, Z. 1.

geschneide, geschneite, n.

geschneide, geschneite, n.,
verbalsubst. zu schneiden und schneiten Schm., ahd. snîdan und sneitôn, und coll. zu schneide f.
1)
das geschneid, bohlen, dielen, breter, latten u. dgl. auf der sägemühle geschnitten Schm.² 2, 572.
2)
abfall von gehauenem holze: daʒ gesneite ûʒ dem tannenwalde zu lesen und zu tragen. rechenbuch von 1428 im mhd. wb. 2, 2, 443ᵃ, vgl. geschneitel 1 und geschneisze.
3)
weidmännisch, das geschneide, geschnaide, der ort, 'wo man mit bügeln, dohnen und laufeln (laufschlingen) den vögeln richtet, gericht, auch schneisen benennt' Heppe wolr. jäg. 181ᵃ, geschnait, die bügel und dohnen zum vogelfang Train 2, 210, coll. zum gleichbedeutenden 'die schneide, schnaide, schnât in sächsischen und benachbarten gegenden, schneitel im Altenburgischen, vom ab- und zuschneiden der bogen' Frisch 2, 214ᵇ, doch ist auch ahd. die snaida, semita, die schnait, durch den wald gehauener weg, schneise Hätzlerin 2, 14, 26 in betracht zu ziehen, da die schneisen früher zum aufhängen der sprenkel beim fang der krammetsvögel dienten Vilmar 361.
4)
das geschnait, zerschnittenes, zerhacktes, besonders fleisch, lungen und eingeweide, zur speise bereitet Schm.² 2, 584, vgl. geschneitel 2; secamina, geschnaidt, gesnede, gesnethe, geschneit, geschnette, ingesneide, ingeschnit Dief. 523ᵃ, gesneid nov. gloss. 333ᵃ; thüring. das geschneide, schlesisch das geschneite, geschnête, gänse- oder hasenklein Weinhold 87ᵃ; darnach kochen wir das eingeschneid (der gans), als den hals, füsze, flügel, leber, lung und eingeweid. Colerus hausb. 366.
5)
coll. zu schneid f., kante, grat an felsen und gebirgen Schm.² 2, 571: (die grenze geht) auf das geschnait auf die wasserschait. östr. weisth. 6, 146, 3 (16. jahrh.).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3950, Z. 76.

geschneite

geschneite,
s. geschneide.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3951, Z. 48.

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Zitationshilfe
„geschnaite“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschnaite>, abgerufen am 28.11.2021.

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