Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschnarche, n.

geschnarche, n.,
subst. verb. zu schnarchen (s. d.).
1)
das schnauben aus ärger oder hoffart, das geschimpf: jedoch hielt der Braun ein grosz geschnarche (redete viel böses gegen mich), welches mir einen groszen stosz bei vielen redlichen leuten gab. Schweinichen 2, 42; mit verhärtung des ch und umlaut geschnärk: all nächtlich geschrei, jauchtzen, geschnärck und unwillen .. soll gäntzlich sein verboten. Kirchhof discipl. milit. 18.
2)
das schnauben, toben des sturmes:
der bö geschnarch
und wellen hoch und wild.
Freiligrath ges. ged. 2, 223.
3)
das schnarchen im schlaf, geschnarche Kramer 1, 94ᶜ, geschnarch Schottel 633.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3949, Z. 23.

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Zitationshilfe
„geschnarche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschnarche>, abgerufen am 05.12.2021.

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