Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschreibe, n.

geschreibe, n.
das schreiben und das geschriebene, von der schrift wie von der schriftstellerei, mit verächtlichem nebensinn: ein lüderliches geschreibe. Steinbach 2, 509; ich sah, dasz es von meinem geschreibe war. Tristr. Schandi (1777) 7, 127; Archenholzens Italien — wie so ein geschreibe am ort selbst zusammenschrumpft. Göthe 27, 234; der sich bei seinem ewigen geschreibe nicht éinmal durch den beifall des publici hat anerkannt gesehen. an Lavater 89. dagegen ahd. ga-, giscrîp, n. scriptura, descriptio, stilus Graff 6, 571; erzählung:
Valerius spricht sulch geschrîp (: wîp).
md. schachbuch (14. jh.), ztschr. f. d. alterth. 17, 273, 11;
und alsô hât ir daʒ geschrîp
von dem schrîbêre gar.
293, 14. 290, 31.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3968, Z. 53.

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Zitationshilfe
„geschreibe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschreibe>, abgerufen am 05.12.2021.

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