Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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geschrot, geschröt, n.

geschrot, geschröt, n.
bleikörner, coll. zu schrot, schweizerisch Hunziker 115. 231. Seiler 151ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3972, Z. 68.

geschröte, geschröt, n.

geschröte, geschröt, n.
die hoden, ein durch die ärzte des mittelalters aus lat. scrotum hodensack übernommenes wort, in der älteren sprache geschrot, genitalia voc. inc. teut. i 3ᵇ, dem phärdt seindt grosze pletzen aus dem geschrott gefallen. Kirchmayr denkwürdigkeiten von 1519 —53 s. 277; weidmännisch noch schröte (s. u.).
a)
hauptsächlich von hengsten gebraucht: wann das pferd nit stallen mag, sol man es ... by dem geschrött reiben. Mynsinger 80; der scorpion (im kalender bezüglich des aderlassens) hat das geschröt und gemächt. Seuter rossarzn. 57 u. ö.; kleine gleiche hoden oder geschröt. Sebiz feldb. 151 u. ö.; so einem ross das geschröte geschwollen ist. Tabernaemont. 630; das membrum ad generationem soll schwartz und das geschrött aufgezogen und klein sein. Hohberg 2, 144ᵃ u. ö.; geschröte, hodensack und rute des hengstes Weber öcon. lex. 193ᵃ.
b)
von anderen gröszeren thieren: groszes geschrötte (des esels). Hohberg 2, 176ᵇ; das geschröt an einem farren. würtemberg. metzgerordn. von 1651 § 11; weidmännisch das geschröte, auch schröte, die geilen der wilden thiere Heppe wolr. jäger 181ᵇ. Kehrein 140, der hodensack des hundes Weber a. a. o.
c)
früher auch vom menschen, das gemächt: das geschröt geswillet, davon dem menschen der harnstain kumbt. ältere handschr. bei Schm.² 2, 613; si hat im (dem gewaltthätigen abt) das geschrött mit baiden henden erwuscht. Zimm. chr. 2, 573, 17; das zeig ich darumb an, dasz es auch in ewern schmertzen des geschröts oder gemechten also gangen. Paracelsus op. (1616) 1, 685 B.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3972, Z. 70.

geschröte, geschröt, n.

geschröte, geschröt, n.
die hoden, ein durch die ärzte des mittelalters aus lat. scrotum hodensack übernommenes wort, in der älteren sprache geschrot, genitalia voc. inc. teut. i 3ᵇ, dem phärdt seindt grosze pletzen aus dem geschrott gefallen. Kirchmayr denkwürdigkeiten von 1519 —53 s. 277; weidmännisch noch schröte (s. u.).
a)
hauptsächlich von hengsten gebraucht: wann das pferd nit stallen mag, sol man es ... by dem geschrött reiben. Mynsinger 80; der scorpion (im kalender bezüglich des aderlassens) hat das geschröt und gemächt. Seuter rossarzn. 57 u. ö.; kleine gleiche hoden oder geschröt. Sebiz feldb. 151 u. ö.; so einem ross das geschröte geschwollen ist. Tabernaemont. 630; das membrum ad generationem soll schwartz und das geschrött aufgezogen und klein sein. Hohberg 2, 144ᵃ u. ö.; geschröte, hodensack und rute des hengstes Weber öcon. lex. 193ᵃ.
b)
von anderen gröszeren thieren: groszes geschrötte (des esels). Hohberg 2, 176ᵇ; das geschröt an einem farren. würtemberg. metzgerordn. von 1651 § 11; weidmännisch das geschröte, auch schröte, die geilen der wilden thiere Heppe wolr. jäger 181ᵇ. Kehrein 140, der hodensack des hundes Weber a. a. o.
c)
früher auch vom menschen, das gemächt: das geschröt geswillet, davon dem menschen der harnstain kumbt. ältere handschr. bei Schm.² 2, 613; si hat im (dem gewaltthätigen abt) das geschrött mit baiden henden erwuscht. Zimm. chr. 2, 573, 17; das zeig ich darumb an, dasz es auch in ewern schmertzen des geschröts oder gemechten also gangen. Paracelsus op. (1616) 1, 685 B.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3972, Z. 70.

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Zitationshilfe
„geschrot“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschrot>, abgerufen am 07.12.2021.

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