Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschwend, n.

geschwend, n.
1)
auch geschwand, platz wo holz geschwendet d. h. ausgereutet und zu weide, wiese oder acker gemacht wird oder ist, wie ahd. die swendî, mhd. swende, swant, nhd. schwende, schwend Schm.² 2, 636: ein wismât ze Olstat gehaiʒʒen des Chresen geswent. mon. boica 9, 31 (von 1368); auf den vierten tag octobris des fünf und zwainzigisten jars (1525), gehalten wegen der gschwent, gereut, heger, pränt. östr. weisth. 1, 256, 8; die gschwenten und gereuter. 260, 2 u. ö.; ein freie straszen von Pfaffen bis auf die haiden durch das geschwent. 6, 149, 9 (16. jh.); es soll kainer kain reüt, prant noch gschwant in den hölzern an unbillichen enten nit machen. 311, 11 (16. jh.), geschwant 316, 10. daher als name von bergwiesen und berghängen, ferner Schwand, Geschwend, Gschwent als name von flecken und dörfern Schm. a. a. o. Schmid schwäb. wb. 486.
2)
die handlung des schwendens, ausreutens, bair. ins gschwent gehn Schmeller.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3993, Z. 11.

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Zitationshilfe
„geschwend“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschwend>, abgerufen am 06.12.2021.

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