Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschwirr, n.

geschwirr, n.,
unverkürzt geschwirre, das schwirren, das schwirrende geräusch: der heimen geschwirr. Voss Luise 1, 616; das geschwirr der feldgrillen, der heimchen. Freytag handschr. 1, 3. 2, 223; vom fröhlichen geschwirr (schwirrenden gesang) der lerche. Wieland 34, 298;
so mit zartem geschwirr fort zogen sie (die seelen).
Voss Odyssee 24, 9;
von der lieblichsten musik und von dem geschwirre der bäume eingewiegt. Tieck 9, 206; der pfeile geschwirr. Voss bei Campe;
schaudernd hörte der Cyper die brüllenden seufzer, die schläge,
mit dem geschwirre des eisens, und schwerer rasselnder ketten.
Zachariä 1, 297;
der schwirrende lärm, die schwirrende menge: indesz sie im geschwirre der menschen umgedreht werden. Göthe an fr. v. Stein 1, 334; wenn ihn heiligere gefühle aus dem geschwirre der gesellschaft in die einsamkeit leiten. werke 33, 43; geschwirre durchaus (am hoflager Napoleons). werke (1840) 27, 260; im geschwirr der redenden. Freytag handschr. 2, 264; schwirrendes gerücht, geklätsch: oft wird uns das sonst so liebe Eutin durch so manches getümmel verleidet, und so manches dumpfe geschwirr, das noch ärger als jenes ist. Voss briefe 2, 208.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4002, Z. 44.

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Zitationshilfe
„geschwirr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschwirr>, abgerufen am 04.12.2021.

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