Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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geschworen, adj.

geschworen, adj.
part. zu schwören, s. d.
1)
mit passiver bedeutung, beschworen, worauf ein schwur oder schwüre geleistet worden sind: mhd.
daʒ ist ein gesworn reht,
daʒ got wider sînen kneht (Abraham)
gesworn hât gar trûwelîch.
erlösung 2789;
das wider ir geschworn statpuech ist. Augsb. chron. 2, 300, 3; davon ain abschrifft in der statt gesworn rechtpuͦch ist geschriben. Augsb. stadtb. 286 Meyer (von 1445); Augustus, der in aller welt die erste allgemeine schatzung und vielleicht geschworne anlag, die menge aller reichs-unterthanen und ihr vermögen zu erforschen, auferlegt. Otho 65; geschworne meuterei, conjuratio Henisch 1552; geschworner streit, s. unten 2, h;
der hat geschworne pflicht höchst eiffrig helffen trennen.
Hallmann Antiochus 43;
in Livland eidgeschworen (th. 2, 85 nachzutragen nebst den beispielen unter 2, b. c und e): richtiges und eidgeschworenes inventarium. Gutzeit 1, 224ᵃ.
2)
mit activer bedeutung 'der geschworen hat', zu einem amte oder einer verrichtung in eid und pflicht genommen ist Calepin. 779, daher der herrschaft gesworn sein (nicht haben) östr. weisth. 6, 60, 13, s. unten 2, f und vergl. bediente theil 1, 1232. in adjectivischer und substantivischer verwendung.
a)
die vereidigten verwaltungsbehörden der städte und gemeinden, rat und stadtverordnete: geschworner radt, juratus senatus Maaler 174ᵇ; geschworne von der statt, jurati senatores Henisch 1552; sô wil ich alle mîne stœʒ, sô ich zuo iu hab, hin zuo iuwern geschwornen ræten setzen. jahrbb. d. stadt Zürich 56, 7 Ettmüller; all di sworn der stat ze Nürnberg, rat, schepfen und genante (bürger, die der rat in wichtigen händeln als beirat berief, sp. 3345, nr. 2). Nürnb. pol.-ordn. 68 Baader; man bevilhet auch den geswornen der stat, daʒ si ditz gebot halten bei irn aiden. 323; gy erbaren borgermeistere unde ratmanne unde radswornen (rathsgeschworene) in der oldenstad. Braunschw. chron. 1, 407, 21 (um 1388); die gesworn burgær sint, die sullent daʒ ûf den selben eit nemen. Dinkelsbühler statuten in Haupts ztschr. 7, 95; es sullen die geswaren (beeideten ausschuszbürger) in chainerlai weis gestatten, das niemandt under den fremden hie innen neuung machen wider solich gewanheit. östr. weisth. 6, 20, 8 (15. jahrh.); geschworne von der statt, tribuni plebis Henisch 1552. noch schweizerisch geschworner, einer der gemeindsvorgesetzten Stalder 2, 366. in zusammensetzung kirchgeschworner, kirchenvorstand zum führen der kirchenrechnungen: den herren leichnambs- (th. 6, 628) und kirchgeschwornen. Schuppius 180. 188, nd. karkswaren brem. wb. 4, 1129, dorp- oder landswaren, schultheisz. ebd.
b)
die von und aus dem volk gewählten vereidigten gerichtsschöffen, die das urtheil fanden, mlat. übersetzt jurati, daher franz. les jurés, engl. jury: geschworne richter, dʒ sy nach inhalt und laut des gesatzes wöllend richten, jurati judices Maaler 174ᵇ; geschworne von der statt, jurati civitatis judices Henisch 1552; wir .. geschworn schopfen des gerichts zu Lautembache. weisth. 6, 62 (Franken, von 1468); Mathis Bächle, der da ein geschworner des gerichts in der obern Wolfach. 1, 400 (Schwarzwald, von 1487). tirol. weisth. 1, 10, 2 u. öfter; item soll auch der ambtman vier geschworn zu ihm haben, gesessen auf den güetern, dieselben sollen mit einander gehen auf rain und pidtmarchen (grenzen) .. das rechtlichen zu wenden ist, das sollen sie wenden. östr. weisth. 6, 263, 12 (16. jh.); auch in der form eidgeschworner (s. oben unter 1): das gerichtsverfahren der karolingischen commissarien (missi) erforderte einen geschwinden process, und dieser bestand darin, dasz in jedem districte zwei oder mehrere der besten und redlichsten männer zu eidgeschwornen angesetzt und alle verbrechen .. auf deren zeugnisz gerichtet wurden. Möser sämtl. werke 4, 188; (in den westfäl. freigerichten hiesz) der commissarius 'freigraf' und die eidgeschwornen 'freischöpfen'. ebd.; das rechtsprechen durch die geschwornen wurde durch die einführung des römischen rechts und des gelehrten richterthums allmälich verdrängt, in Baiern war es nach dem criminalcodex von 1751 II, 1, § 6 damals noch hie und da üblich Schm.² 2, 30, als beisitzer des ortsgerichts kommen sie noch bei Schiller vor: der oberamtmann .. versammelte die geschwornen des orts und liesz den gefangenen vorführen. IV, 85 (verbr. aus verl. ehre); die geschwornen sahen sich zweideutig an, entfernten sich aber auf einen gebietenden wink ihres herrn (des oberamtmanns). 86; die geschworenen des heutigen schwurgerichts, die nach bester überzeugung über schuld oder unschuld des angeklagten urtheilen, stehen nicht in unmittelbarem zusammenhang mit den geschwornen der ältern zeit, sie sind nach englischem vorbild zu anfang unseres jahrhunderts durch den code Napoléon im Rheinland und seit 1848 im übrigen Deutschland eingeführt worden.bildlich: wenn er auch fühlte, dasz er als geschworner des volksthums über manches reifer und richtiger recht sprechen konnte. Jahn merke z. d. volksth. X.
c)
von anderen beeidigten beamten und bediensteten: Severus als ein geschworner amtmann und diener des keisers. H. Boner Herodianus (1565) 47ᵇ; geschworne kriegsleüt, authorati milites Maaler 174ᵇ; die canonisten, seine (des papstes) geschworne und beschorne. Luther tischr. (1573) 240ᵃ; in unserm grundpuch soll kain geschrift auszerhalb des prelaten oder seins geswornen secretarien handgeschrift stat oder gelauben haben. östr. weisth. 6, 228, 42 (von 1494); livländ. ein eidgeschworener sekretarius Gutzeit 1, 224ᵃ; ein geschworner notarius soll alsdann ein instrument darüber abfassen. Sturz 2, 77; dasz dieselben dn. (groschen) so bös waren, dasz ain rat geschworn geschaw (schaubehörde) darüber setzt. Augsb. chron. 2, 51, 31; der stat geschworen probirer (der metalle). Nürnb. pol.-ordn. 150 Baader, gesworner gelter 9 fg., schawer 139, weger 128, messer 129; einen geswornen winruͦfer und winmesser. Straszb. verordn. 547 Brucker (von 1453); die geschworne eicher. würtemb. herbstordn. von 1607 § 10; geschworner, in eid genommener mäkler; gesworen erzte (als beeidigte sachverständige). Nürnb. poliz.-ordn. 47; die gesworen meister der wundarzt. 44; geschworne frauen, hebammen, z. b. in Nürnberg Jacobsson 5, 656ᵇ; der stat gesworne leder (aufläder). Leipz. urk. 1, 311; geschworen ziler. städtechr. 10, 232, 15; vier gesworen walthawer. Tucher baumeisterb. 71, 11; geschworner knecht, büttel, flurschütz. weisth. 7, 281; geschworner, ein beeideter träger auf dem zollamte Castelli wb. d. mundart in Österreich u. d. Enns 156; deichgeschworner, s. theil 2, 906, nd. diek- und waterswaren, aufseher über die ströme und wasserdämme brem. wb. 4, 1129; im bergwesen: einem geschworen bercmeister. das alte stadt- u. bergrecht v. Schemnitz, hg. von Wenzel 1; geschworne oder berggeschworne, beeidigte beamte, die die zechen in ihrer aufsicht haben, auch die arbeit verdingen, beisitzer des bergamts Jacobsson 1, 176ᵇ. 5, 656ᵇ. Veith 68. 231; die geschwornen (zu denen von dem cammer-grafen) die frömbsten, redlichsten und bergverständigsten männer, so er unter unsern bergvolk finden mag (ausgewählt werden und welche) alle urtheil in berg-sachen mit guten bedenken fassen sollen. Deucer bergk-recht (1698) 4; alle bercrichter unde alle bercgeswornen unde alle berclute. Freiberg. stadtr. c. 37, 11 Ermisch, geswornen var.; duumviri jurati, zwene geschwornen, die ein gebirge befaren. vocabula rei numariae (Wittenb. 1558) N 5ᵇ; geschworner, gegenwärtig in Preuszen titel eines revierbeamten Veith 231; obergeschworner, ein höherer, dem bergmeister vorgesetzter bergbeamter Richter berglexikon (1806) 2, 86.
d)
die geschworenen eines handwerks, die vereidigten obermeister, oberältesten, zunftvorsteher Rädlein 368ᵃ; die geschwornen meister, so ein werck besähen müssend, ob es wol oder übel gemacht, inspectores Maaler 174ᵇ; die eldisten der geswornen allir handwerke .. ein gesworn us den koufkamern (kaufleuten) und ein gesworn us den wollenwebirn. Liegnitzer urkundenb. 154 Schirrmacher (von 1361); alle gesworen zimmermeister. Nürnberger pol.-ordn. 295 Baader; wann ein meister seinen sohn das becken-handwerck lehren will, soll er denselben gleicher gestalt den geschwornen fürstellen. würtemb. beckenordn. von 1627 § 9.
e)
seszhafte bürger, die den treueid geschworen haben: das man kein seszhaftigen geschworen man alhie umb geltschuld od geltpus in durn oder gefangen legen sol, der zu pfenden oder zu vorburgen hat. weisth. 6, 64 (Franken, von 1468); ob jemandt den andern uberzeunet, so manchen stecken der gesatzt hat, so manchmal hab er verbrochen v schillingk, ist er ungeschworen, und x schillingk, ist er geschworen. weisth. 2, 59 fg. (Saar, von 1485); livländ. getreuer und eidgeschworener unterthan. Gutzeit 1, 224ᵃ.
f)
mit dativ: die schran (das gericht) berufen und besetzen mit den zwelf mannen, so im und der herrschaft gesworn sind. östr. weisth. 6, 60, 13 (16. jh.);
(Lynceus der thürmer singend) zum sehen geboren,
zum schauen bestellt,
dem thurme geschworen
gefällt mir die welt.
Göthe 41, 308 (Faust 11290 Weim.).
g)
erst nach den unter ae behandelten anwendungen des wortes haben sich folgende ausdrücke gebildet.
α)
der geschworne montag, montag nach dreikönigstag, an dem die obrigkeitlichen personen gewählt und beeidigt wurden und andrerseits die bürger ihnen und dem gesetz den eid der treue leisteten Haltaus cal. 78, mnl. ghesworen, versworen oder verkoren maendagh Kilian 716ᵃ, vgl. kurnacht th. 5, 2814: des zweiten montags nach dem geschwornen montag sol man das jargedinge zu Rumersheim besitzen. weisth. 3, 830 (16. jahrh.); geschwuͦrä môntig heiszt noch heute in Siebenbürgen der montag nach dem h. dreikönigstag, an dem der dienstbotenwechsel stattfindet und ehemals schmausereien der zünfte gehalten wurden Schuller beitr. 22. — im ältern rechtsleben ein pflichtgerichtstag, am montag gehalten, s. β (zu Allendorf unter der linden haben die von Nassau und Diez jerlichs vier pflichttage gehabt und ein eigen gericht .. die pflichtsgerichtstage werden gehalten, der erste den zweiten montag nach pfingsten, der ander den nächsten montag nach Martini, der dritte montags nach trium regum, der vierte den zweiten montag nach ostern weisth. 1, 610, von 1559): an eime gehegten gerichte, das man nennet einen gesworn montag. 6, 46. 60 (von 1448); wann ein gesworn montag zu Birkenfeld ist, so sol ein iglicher bi solichem gericht sein, der elichen ist. 46; auch soll ein herr zu Rotenfels drei geschworne montag (haben), der soll einer sein inwendig 24 tagen nach dem christag, und der ander inwendig 14 tag nach ostern, der dritte inwendig 14 tag nach unser lieben frawen tag liechtmesz. 49 (von 1494), vgl. 60, § 2.
β)
geschworn gericht, geschworner tag, pflichtgerichtstag, an dem geschworene schöffen rechtsprechen: das wir auf heut dato dis briefes ein gehegt geschworn gericht gehabt haben. weisth. 6, 63 (Franken, von 1468); das unser junkher und sein erben sollen alle jare vier geschworn gericht zu L. haben und besitzen lassen. 66; ob ain her des gotzhus Sant Gallen ain hofgericht von den obgenanten dri orten .. in siner gnaden hof gen (geben) wil, oder ain geschworn gericht da uszen an den benanten dri orten .. beduchte komlicher und fuogklicher sin ufzerichten, ze haben und ze machen. weisth. 5, 178, 28 (St. Gallen, von 1495); so han mir meiger und gericht von wegen unser herren drei geschworren tag. weisth. 3, 787 (Mosel, 16. jahrh.).
h)
allgemeiner, einer der freundschaft, liebe, feindschaft u. s. w. geschworen hat: geschworne brüder, die sich brüderschaft geschworen haben Henisch 1552; als hette ein solcher sünder die engel zu geschwornen brüdern. Butschky Pathmos 829; dein geschworner freund. Schlegel Shakespeare Heinrich VI. 3. theil 3, 3;
wortbrüchiges geschlecht! mit jedem stufenjahre
fiel ein geschworner (der mir liebe geschworen hatte) ab und trat ein freund zurück.
Thümmel reise 6, 38;
sein (Senecas) geschworner verehrer Lipsius. Engel schriften 7, 244; dennoch darf hr. Klotz mich zum geschwornen vorfechter des hrn. Nicolai machen. Lessing 8, 200; wir sind noch immer die geschwornen nachahmer alles ausländischen. 7, 452; geschworen feind, inimicus certus Henisch 1552; wo du anders kein geschworener feind von dergleichen sachen bist. Felsenb. 1, vorr.; dasz ein mann, der sie gern zu bessern leuten machen wollte, als sie zu sein lust hatten, ihr geschworner feind sei. Wieland 7, 272;
dasz er das arme volck aus seinen ketten reisze
und den geschwornen todt der seuffzenden zerschmeisze.
P. Fleming 24;
dem begriff geschworner feind, erzfeind, ist nachgebildet:
bin ich mit ihr doch im geschwornen streite!
Göthe 41, 329 (in geschwornem streite Faust 11760 Weim.).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4008, Z. 56.

schwören, starkes verb.

schwören, starkes verb.,
eidlich bekräftigen, mhd. swern mhd. wb. 2, 2, 769ᵇ. Lexer mhd. handwb. 2, 1363, ahd. suuerian, suuerran Graff 6, 893, alts. suuerian, altfries. sweria, swera, swara, swora Richthofen 1058ᵇ, ags. swerian, altn. sverja, got. swaran. die beziehungen des verbums jenseits des germanischen gebietes sind dunkel, der zusammenhang mit altindischem svarati, tönt ist zweifelhaft; doch s. Schade altd. wb.² 2, 903ᵃ. Brunner rechtsgesch. 2, 378. Kögel litt.-gesch. 1, 81. neben dem starken verbum sverja, schwören hat das nord. ein schwaches verbum svara, sprechen, antworten, andsvara, bescheid geben, das gleiche verhältnis besteht im angels.: swerian, swôr, schwören neben swerian, swerede, sprechen, andswarian, andswerian, to answer, vgl.andswaru, f. antwort; altn. andsvar, n., altsächs. antswor. diese ableitungen berechtigen keineswegs zum rückschlusz auf eine alte allgemeine bedeutung, von der aus auch das starke verbum zu deuten wäre; vielmehr zeigen auch die erwähnten ableitungen beziehung zur gerichtssprache (vgl. für das alts. Hel. 5283, wo es sich um die vernehmung Christi vor dem richter handelt. altn. andsvar zeigt besonders häufig die bedeutung von entscheidung, altfries. ondser, n., ondsera, verb. sind hiervon zu trennen, sie bezeichnen reinigung durch eid); die anwendung in allgemeinerem sinne scheint hier secundär zu sein. das part. perf. lautet im ahd. gisworan (statt giswaran, altn. svarinn); im mhd. begegnet neben gesworn noch geswarn (Weinhold mhd. grmm. § 351); nhd. durchweg geschworen, mnd. sworen und swaren Schiller-Lübben 4, 492ᵃ. 501ᵃ:
alse ik dat hebbe gesworen,
do ik to einem keiser wart gekoren.
dodes danz 205.
neund. swôren und swâren, s. brem. wb. 4, 1129. Woeste 265ᵇ. ten Doornkaat Koolman 3, 379ᵃ; für die form geswarn vgl. noch: eyd, den he uf daʒ heilge ewangelium geswarn habe. quelle von 1394 bei Diefenb.-Wülcker 850; geswarn schriber. quelle von 1398 ebenda. das perf. lautet mhd. swuor, nhd. schwur in correcter form; jenes uo erscheint in ältern nd. und md. quellen häufig als ō, wobei der lautwert nicht immer sicher zu bestimmen ist; für das neund. ist swôr bezeugt, vgl. brem. wb. 4, 1129. Woeste 265ᵇ (plur. swüeren) ten Doornkaat Koolman 3, 379ᵃ (plur. sworen). in der neueren schriftsprache (hauptsächlich im 18. jh.) wird die perfectform schwor üblich, die wol aus dem bestreben der ausgleichung hervorgieng, ungefähr gleichzeitig mit der aufnahme von schwören für schweren in der schreibung; Adelung gibt schwor als berechtigte form ('im gemeinen leben schwur'), sie dringt auch in mundartliche oberdeutsche sprache ein (schwor Hunziker 236); beispiele für das vorkommen in der schriftsprache (besonders Wieland braucht schwor): schwor, ... ihn als ein das sonnenlicht befleckendes ungeheuer zu vertilgen. 2, 209 (Agath. 9, 3); das volk schwor .. grenzenlosen gehorsam. 7, 41 (der goldne spiegel 2, 1); schwor ich den heiligsten schwur. 8, 399 (Danischmend 45); (er) schwor dasz ich mich ergeben müszte. 12, 116 (don Sylvio von Rosalva 5, 12);
schwor, dasz er seine einsied'ley
dem musentempel ähnlich schätzte.
9, 41 (Musarion 1);
und er schwor's.
10, 55 (grazien 3);
schwor, bis in die ew'ge nacht
des todtenreichs mich freudig zu begleiten.
17, 101 (Idris 2, 55);
wenn er mit aller schwärmerey
der leidenschaft mir schwor.
141 (3, 16);
sie schwor ihm, dasz er sie mit seinen seufzern plage.
155 (3, 44).
daneben aber schwur: beschwur (im reim auf natur). 5, 102 (der neue Amadis 15, 28);
da fuhr der sultan auf und schwur.
18, 268 (wintermärchen 2).
conj.:
man schwüre dasz es instinkt bey diesen hexen sey.
4, 122 (der neue Amadis 6, 4).
vgl. noch: er schwor stammelnd. Arnim werke 1, 104;
dessen ohr
der der tugend hülfe schwor,
steht für unsre seufzer offen.
Göckingk 1, 52 (1780);
was einst dein mund an meinem schwor.
104;
ich schwor es ihr auf den knie'n.
Cornelius lieder (1861) 91;
d'rauf stieszen wir an mit dem weinglas; ich schwor (im reim auf empor).
Leuthold ged.⁴ 367.
jetzt wird in der schriftsprache die form schwor bestimmt als unrichtig empfunden. schwaches präteritum erscheint in oberdeutschem mundartlichem gebrauche dort, wo die neigung zur überführung starker flexion in die schwache besteht: schweret neben schwur bei Schmeller 2, 645; schwöret, g'schwört, g'schwour'n Lexer 229; vereinzelt schwörte für schwur in der schriftsprache: und schwerete bey seiner trew. Schuppius 769;
wie stolz von seinem tron herab
er Judas schriftgelehrten
erlaubnisz zu dem handkusz gab,
und sie ihm treue schwörten.
Schiller 3, 173.
über den übergang des umgelauteten e zu ö im präs. des verbums s. Bahder grundl. d. nhd. lauts. 168. Wilmanns gr. 1, § 230; von den lexicographen hat Dasypodius (1537) schwören, Maaler (1561) 366ᵈ schweeren, Henisch 821, 40 (1616) schweren, ebenso Hulsius dict. (1616) 293ᵃ. Corvinus fons lat. 337ᵇ (1660). Schottel (1663) 1413. Stieler (1691) (scribunt etiam schweeren quod tolerandum est) 1976. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 719ᵃ. Steinbach (1731) 2, 551. Frisch (1741) 2, 249ᵇ; Adelung schreibt schwören und bezeugt diese aussprache für das hochdeutsche, Gottsched sprachkunst (1762) 346. die schreibung schweren ist bis in das 18. jahrh. hinein durchaus die übliche, wie die unten angeführten belege ergeben; schwehren bietet z. b. Butschky (hochd. kanzl. register), bemerkenswert ist die schreibung mit ä: er schwäre dann, er wölle die reine lehre des evangelij nicht lehren. Ph. Heilbrunner von der Augsp. confession widerwert. censur (1598) 69. im indic. des präsens muszte das e von schweren festgehalten werden (schwache präsensbildung). Steinbach stellt also die sache auf den kopf, wenn er bemerkt: ich schwere, du schwierst (per usum etiam du schwerst). 2, 551; aber bei Frisch nur: du schwerst 2, 249ᵇ; mundartlich findet sich i statt e auch in formen des präsens, wo es sich nicht um analogieeinwirkung des starken verbums, sondern lediglich um einen lautlichen vorgang handelt. nd. hei swêrt, hei swîrt Woeste 265ᵇ;
wat hei uns swirt of beschrift.
d. städtechron. 12, 112, 3153 (Hagen reimchron. von Köln);
ich schwier:
ich schwier botz dann und ouch botz lung.
Murner schelmenz. 1, 7;
inf. schwirn, schwiern ist bair., s. Schm. 2, 645: was all ir schwiren und glübd umbsonst. d. städtechron. 15, 18, 11 (Widmann chron. von Regensburg); ja wol, was sollen sy schwiren. 24, 14. dem nhd. schwören entspricht niederl. zweren, engl. to swear, dän. sværge, schwed. svärja.
1)
das wort bezeichnet das aussagen oder versprechen mit feierlicher versicherung, zunächst die mit festen formen umgebene ablegung eines eides (z. b. vor gericht, als zeugen schwören, zur knüpfung eines treueverhältnisses, die soldaten schwören lassen. Adelung); auf die formen des schwörens kann hier nicht eingegangen werden, vgl. hierzu vor allem Grimm rechtsalterthümer 892 ff. abschwächung der bedeutung tritt je nach dem zusammenhange ein. von wichtigkeit für die bedeutungsentwicklung sind die biblischen verbote des schwörens, die von der kirche auf das unnötige, leichtsinnige oder frevelhafte anwenden von betheurungsformeln gedeutet werden; nach dieser richtung nimmt dann schwören einen verschlimmerten sinn an, bis es mit fluchen verbunden und diesem gleichgestellt wird: fluchen und schweren. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 719ᵃ; in lingua autem theotonica .. idem et unum vocabulum ht ̃ jurare et blasphemare. quelle bei Schm. 2, 645; schweren als ein Elssaser. ebenda; fluchen und schwör'n, wie ein husar. Schöpf 663; wie ein alter soldat, ein landsknecht, ein spieler. Wander deutsches sprichwörterlex. 4, 484; (das schwören böser buben) bei dem leychnam, der marter, dem leyden, pluet, wunden oder andern glidern, zeichen und waffen des hailigen laibs und leiden Christi Jhesu, unsers lieben herrn, der jungkfrawen Maria oder den lieben heiligen. quelle bei Schöpf 663; das schwören wird besonders zum fluchen durch die verhüllenden entstellungen des namens gottes (bocks, botz, kotz), vgl. Schm. a. a. o., sowie oben th. 2, sp. 202. 279, th. 5, sp. 1900, th. 7, sp. 2039. beispiele für den übergang der bedeutung bis zum prägnanten sinne von fluchen: ih giu nides, abunstes, bisprâha, suerjennes, firinlustjo. alts. beichte (Müllenhoff-Scherer denkm.³ 1, 238); wie man sagt, so hat er gancz unchristenlich geschworen. d. städtechron. 25, 382, 29; gewehne deinen mund nicht zum schweren und gottes namen zu füren. Sir. 23, 9; wir sollen gott fürchten und lieben, das wir bey seinem namen nicht fluchen, schweren, zeubern, liegen, oder triegen. Luther 8, 348ᵃ; dobbelen, sweren, kârten maket weinich ryk, mer vele arm. Tunnicius 121; hund hincken, frawen weynen, kremer schweren, sol sich keyn frommer an keren. Franck sprichw. 1, 24ᵃ (1541); ein edelmann verbot seinen bawren zuͦ schweren. Wickram rollw. 89, 14 Kurz; das gotteslästerliche fluchen, wünschen und schweren. Olearius reisebeschreib. 48ᵃ; da finge ein theil aus uns an zu beten, das andere aber vielmehr zu schweren. Simplic. 2, 250, 29 Kurz; es gehet auch viel fluchens und schwerens dabey für. Schuppius 200; je an unser frauen ihr schweren darff man sich nicht kehren. Reuter frau Schlampampe 107 neudruck;
di wârheit bischirmi, ungerne suerigin.
Müllenhoff-Scherer denkm.³ 1, 122 (34, 25);
wente dâr sin etlike bûr, de plegen to vloken unde to sweren.
dodes danz 1195;
vloken, sweren, quâtzen unde overmôt.
1286;
zuͦ spil sbern, trinken, glauben
untreulich, sind gewant.
Oswald v. Wolkenstein 17, 5, 7;
ich kan die lute geleren,
dasz sie fluchen und sweren.
Alsf. passionssp. 417;
gottslestern und vast schweren.
bergreihen 42, 26 neudruck;
ich thu dich nur versuchen,
ob du würdst schwören oder fluchen.
wunderhorn 1, 104 Boxberger;
mit liegen, schweren, falscher war,
hab ich genert mich manche jar.
Schwartzenberg d. teutsch Cicero (1535) 137ᶜ;
bey aller kauffleut warhafft schwern.
H. Sachs 14, 179, 16 Keller-Götze;
verhurt, verspielet und vertruncken,
gott lestrent (var. gott schwerend).
21, 221, 4;
das wir got fürchten sölln und allzeit eren
und hüten uns vor fluchen und vor schweren.
Rebhun Susanna 2, 3;
und mach sie also geil und frech,
damit sie fluchen, schelten, schwern.
Ackermann Tobias 3, 1 (47, 1071 Holstein);
pfui! von dem ehrenmann, wird jener alte schwören,
den jungen taugenichts soll solch ein titel ehren?
Haller 106 Hirzel.
2)
einen eid schwören u. ähnl.: aiþis þanei svor viþra Abraham. Luc. 1, 73;
that sân ni swerea nêoman
ênigan êđ-staf   eldi-barnô.
Heliand 1508;
that gi nêo ni swerien   swiđoron êđôs.
1519;
unt hæt ich tûsent eide   ce einem vride geswarn.
Nibel. 421, 6;
und hätt' ich
zehen eide geschworen.
Göthe 40, 102;
itzt hat er einen eid geschworen, dasz es uns eiskalt über die leber lief. Schiller räuber 2, 3 schauspiel; einen theuren, körperlichen eid schweren. Kramer deutsch-ital. diction. (1702) 2, 719ᵃ; einen leiblichen eid Adelung; sehet, das ist die hand, damit ich meinen kayser Heinrico einen leiblichen eyd geschworen. Schuppius 387;
ende swoer hem enen duren eet.
Reinaert 4876;
ich sweren der des einen festen eit.
Alsfeld. passionssp. 930;
wir töchter mustn dem vatter schwern
ein harten ayd.
H. Sachs 13, 537, 27 Keller-Götze;
einen offen (öffentlichen) eit swern:
ir swuͦre dir ain offen ait.
Rolandsl. 138, 11.
gestabten (vorgesprochenen, s. Grimm rechtsalterthümer 902), ungestabten eid schwören:
für dise rede ich dicke swuor
manegen ungestabten eit.
Parz. 498, 2;
einen gelehrten eid schweeren, conceptis verbis jurare Stieler 1976; die sullent sweren vor dem groʒʒen raut und vor der gemainde gelert aid. d. städtechr. 4, 130, 10; einen vorgelesenen eid schweren. Kramer deutsch-ital. dict. 2, 719ᵃ (1702). einen meineid schwören: mênêth suôr an uuîethon. alts. beichte (Müllenhoff-Scherer denkm.³ 1, 237, 31); welcher vor richter oder gericht eyn gelerten meyneidt schwert. Carol. 107;
nein ih, mir wêre vil leit,
daʒ meineide swôre.
Lamprecht Alex. 3966;
daʒ sô maneger meineide swert.
Freid. 164, 22.
einen schwur schwören:
der monarch
schwört einen fürchterlichen schwur.
Schiller dom Karlos 1, 2;
schwört den heil'gen schwur der rache.
Arndt ged. (1860) 231;
gott ein gelübd schweren. Kramer deutsch-ital. diction. (1702) 2, 719ᵃ.
3)
schwören, durch adverbien näher bestimmt: falsch, hoch, fast schwören. Dasypodius; theuwr und hoch schweeren. Maaler 366ᵈ; ich schwere hoch und theuer. Kramer deutschital. dict. (1702) 2, 719ᶜ; leichtfertig schweren. ebenda; öffentlich schweren Steinbach 2, 551; hart schweren Frisch 2, 249ᵇ; hoch und heilig, unnütz schwören u. ähnl.;
joh sueris filu heizo.
Otfrid 4, 13, 34;
do begunde si vil tiure swern.
Iwein 5740;
want tensel gheen man van eren
te licht gheloven noch hoghe sweren,
eer hi claer wel weet die sake.
Reinaert 3670;
se swor do hastygen unde vyl.
Reinke de vos 1208;
und swerest viel thuer bie mer.
Alsf. pass. 6245;
seine rechte hand,
mit der er falsch geschworen.
wunderhorn 1, 137 Boxberger;
das schwer ich dir so hoch ich kan.
Ackermann d. unger. sohn 2, 6 (118, 1410 Holstein);
sie schweren hoch und hehr, das gott euch auszerlesen.
Opitz 2, 162;
daʒ er unreht gesworn het. Nürnberger pol. 69; jr solt nicht falsch schweren bey meinem namen. 3 Mos. 19, 12; der nicht lust hat zu loser lere, und schweret nicht felschlich. ps. 24, 4; recht und heiliglich schweren. Jerem. 4, 2; so schweren sie doch falsch. 5, 2; er schwere wie thewr er wil. Hesek. 21, 23; schweret er aber vergeblich. Sir. 23, 14; da sie aber hoch und tewr schwuren. 2 Macc. 14, 32; er schwert nit thewer, jm ist nit ernst. Franck sprichw. 2, 131ᵃ (1541); er schwur hoch und theuer. Göthe 18, 202.
4)
besondere wendungen, die die stärke des schwörens bezeichnen: (er) schwur darauf desz henckers groszmutter ein bein ab. Simpl. 3, 320, 29 Kurz; dasz du selbst, wann du mich reden hören, einem läuffer-botten seinen spiesz entzwey geschworen hättest, ich wäre ein Portugiesischer, aber zu Amsterdam geborner jud gewesen. 4, 119, 16; hei swêrt dem düwel en bên af. Woeste 265ᵇ; Lysias schwur, die augen hätten ihm bluthen mögen. Weise kl. leute (1679) 30; wenn sie auch gleich schwüren, dasz ihnen die schienebeine knackten. graf Ehrenfried 98 (1700); das wohl möchten die balken biegen, brechen, dasz einem die haare zu berge stehen u. ähnl. bei Wander d. sprichw.-lex. 4, 483. stein und bein schwören: stein und bein schweeren, Jovem lapidem jurare Stieler 1976, vgl. Steinbach 2, 551; wahrscheinlich wird mit stein ursprünglich der altar eines heiligen, mit bein die reliquie bezeichnet, vgl. theil 1, sp. 1383:
schwöret auch darfür stein und bein,
er hab unsern han nye gesehen.
H. Sachs fastn. sp. 2, 95, 62 neudruck;
so schwur der knecht dann stein und bein,
sollichs und solches wer geschehen.
schwänke 2, s. 568, 16 neudruck;
die frau schwört stein und bein,
ihr lebelang nicht mehr zu freyn.
Gellert 1, 181 (1775);
dasz jederman stein und bein geschworen hätte, es wären quartier-schlangen oder halbe carthaunen gewesen. Simplic. 1, 287, 10 Kurz; hei schwîrt stên und bên, doss nicht waͦr is. Frommanns zeitschrift 3, 246, 175. andre wendungen: schwor er himmel und hölle zusammen, dasz alles zug für zug so wahr wäre wie amen. Wieland 15, 141 (B. Schleichers jugendgeschichte):
die schwuren craft, macht, leben ...
sie welten.
Lenz Schwabenkrieg 108ᵃ.
wie verschwören:
sie schweren ihre seel, sie leisten hohe pflicht,
zu geben disz und das, und halten keines nicht.
Rachel 122 (9. satyra).
5)
besondere wendungen mit präpositionen.
a)
an etwas schwören, bei etwas:
ik wil dat sweren an die heligen (eigentlich, die reliquien
der heiligen berührend).
Theophilus 129.
so (an mit dem acc.) nur in älterer sprache, vergl.:
ich schwöre dir, o vaterland,
mit blankem schwerdt in fester hand,
an des altares heil'gem schrein.
Arndt ged. (1860) 235.
b)
auf, der schwörende legt die hand auf etwas, das dadurch in die eidesablage hineinbezogen wird: auf das evangelium schweren. Frisch 2, 249ᶜ; auf die hostie schwören u. ähnl.; in älterer sprache, wenn es sich um wirkliche berührung handelt, mit dem dativ:
er swuor ûf sîner corône.
kaiserchron. 6373;
ich wil ûf iweren houbte swern.
Parz. 316, 16;
er nam daʒ heiltuom, drûf er swuor.
269, 2;
dô wart ein eit getân:
den swuor er ûf sîm swerte.
Wolfdietrich A 440 (vgl. Grimm rechtsalt. 165);
ûf dînem (des schwertes) knopfe ich des swer.
Wigalois 168, 13 (6517);
als si ûf den heilegen swüeren.
94, 36 (3580);
so wil ich werlich dir swern
uf sante Nicolaus alter.
pass. 19, 35 Köpke;
swer eins tôtslages gezigen wirt, der selbe sol .. mit sînen zwein vingern ûf der wunden swern. zeitschr. f. d. alterth. 7, 95. dann freier, ohne sinnliche vorstellung:
er swuor gestern manchen eit
bî ritters triuwe, ûf sîn sêle ('nahm den eid auf seine seele' gramm. 4, 848).
h. Georg 3016;
das willch auf mein treu schweren.
fastn. sp. 452, 30;
schwöret auf das vaterland!
schwöret auf den ruhm der ahnen,
auf die deutsche redlichkeit,
auf die freiheit der Germanen,
auf das höchste schwöret heut.
Arndt ged. (1860) 231;
do sant der künig von Engenlant sine herliche botschaft zuͦm bobeste Alexander, die in entschuldigen soltent und sweren uf des küniges sele, das er heran unschuldig were. d. städtechron. 8, 441, 21; uf min grosen got swern ich üch. volksbücher 73, 8 Bachmann-Singer. auf etwas schwören, betheuern, dasz etwas geltung hat, durch schwur etwas bestätigen: allerhand leges und statuta, darauff wir geschworen haben. Schuppius 582;
in meiner lieben vaterstadt Venedig
schwört man auf solche mordgesetze nicht.
Schiller Turandot 2, 2;
auf jemandes tugend, treue, unschuld, auf jemandes worte schwören:
am besten ist's auch hier, dasz ihr nur einen hört,
und auf des meisters worte schwört.
Göthe 12, 98.
ich schwere drauf, ich kan drauf schweren (dasz es sich so verhält). Kramer deutsch-ital. diction. (1702) 2, 719ᵃ; ich wolte nicht darauf schweren, jurato nollem asserere. Frisch 2, 249ᵇ; ich wollte drauf schwören sie meynens aufrichtig. Schiller räuber 2, 3 schauspiel; jeder von ihnen wird darauf schwören, dasz diese heurath das unfehlbarste mittel sei, mich dem herzog zu retten. kab. u. liebe 2, 1;
man schwüre drauf, er sey natürlich (der strausz).
Wieland 9, 175 (ged. an Olympia ⅠⅤ).
in älterer sprache, auf etwas schwören, betheuern, versichern, dasz etwas stattfinden soll (vgl. gramm. 4, 848):
der chuͦnich unde alle sine holden
swuren uf Apollen
uf Rolandes tot.
Rolandslied 86, 25.
auf einen schwören, in verschiedener anwendung:
'wenn ich dirs aber weisen kann,
so merk' und trau' auf mich!'
ich schwör' auf keinen einzeln mann (verpflichte mich nicht auf eines mannes ansicht),
denn einer bin auch ich.
Uhland ged. (1864) 89;
Lucie schwur dagegen auf den oheim (dasz es sich um den oheim handle, wie rathen auf einen). Göthe 23, 142; der cleger sal selsebinde uff den man sweren, das her der tat schuldig sey. Magdeburger fragen 3, 8, 1 Behrend. auf einen schwören, sich durch schwören in feindlicher absicht gegen jemanden binden: uppe den kaiser Anasthasium sworen de herren unde koren up ene Theodosium ane sinen danc. d. chron. 2, 1, 145, 15; des negesten jars dar na swor hertoch Hinrik van Beieren mit anderen Sassen up koning Otten sinen broder. d. städtechron. 7, 47, 15; man wil, daʒ alle die die uf kunig Adolf swuͦrent, nie keinre keinen rehten tot geneme. 8, 62, 14;
genuge lute haben gesworn
uf dich durch des kuniges zorn.
pass. 56, 15 Köpke;
freier:
ich wæne des daʒ hête   der tôt ûf si gesworn.
Nibel. 2017, 3.
c)
aus, aus der stadt, dem lande schwören, sich eidlich verpflichten, stadt oder land zu verlassen (vgl. unten unter in): de scolde ute der stad sweren ene mile verne van der stad. quelle bei Schiller-Lübben 4, 492ᵃ; es ward auch des alten herrn zuͦweib, die kürsnerin, gefangen und muͦszt aus dem land gen Eger sweren. d. städtechron. 22, 154, 15; dasz sie also schändtlich und unschuͦldiglich ausz jhrem keyserthumb und land schweren muszt. buch der liebe 3ᶜ. etwas einem aus den augen schwören, eigentlich, jemanden durch schwören dahin bringen, dasz er nicht mehr glaubt, was er sieht, abläugnen:
ja wilt dich keren an sein jehen,
so schwört er dirs ja ausz den augen.
H. Sachs fastn. sp. 2, 95, 65 neudruck;
ich habs oft ausz den augen gschworn
meim mann, noch wil jm der argwon
und die eyffersucht nicht vergon.
3, 124, 16.
d)
bei etwas schwören (gramm. 4, 847), die vorstellung der berührung, der unmittelbaren nähe liegt zunächst zu grunde: bei seinem haupte, barte schwören, bei den waffen, bei den heiligen schwören, indem man haupt, bart, waffen oder reliquien berührt; bei gott schwören, durch die anrufung tritt gott in unmittelbare beziehung, nähe zum schwörenden; dann aber tritt die ursprüngliche, sinnliche bedeutung der wendung zurück (z. b. bei seiner treue, seiner ehre schwören). bey gott schweeren. Maaler 366ᵈ; bey allen heiligen und heiligthum, bey seiner ehre, bey seinem gewissen schweren. Kramer deutsch-ital. diction. (1702) 2, 719ᵃ; bey allem, was heilig ist, schwören. Adelung; aþþan ik qiþa izvis ni svaran allis, ni bi himina .., nih bi airþai .., nih bi Jairusaulymai .., nih bi haubida þeinamma svarais. Matth. 5, 34 ff.; thanne ih quidu iu, thaʒ man zi thuruhslahtî ni suuere; noh bi himile .., noh bî erdu .., noh bî Hierusalêm .., noh bî thînemo houbite suuerês. Tatian 30, 2 ff.; ich aber sage euch, das jr aller ding nicht schweren solt, weder bey dem himel .., noch bey der erden .., noch bey Jerusalem .. auch soltu nicht bey deinem heubt schweren. Luther;
than williu ik iu eft seggean,   that sân ni swerea nêoman
ênigan êđ-staf, eldi-barnô,
ne bi himile themu hôhon .....,
ne bi erđu thâr undar .....
..... nek ênig firihô barnô
ne swerea bi is selbes hôbde.
Heliand 1508;
sô uuer sô suerit bî themo temple. Tatian 141, 14; suueri bi himilischin gote. Isidor 31, 1; darnach verbuten die purger alleʒ schwern bi got und bi unser lieben frawen. d. städtechron. 4, 63. 17; sunderlich wollen si niht, daʒ furbaʒ iemant mer swer bei gotz leichnamen, bei seinem haubt, bei seinem hertzen, bei seinem pluͦt und ouch bei andern seinen gelidern, und bei andrer creature, di man got ze smacheit nennet, noch bei den newen swurn, der ietzunt vil in der werlt ist. Nürnberger pol. 68; swern bî der wide. quelle bei Scherz-Oberlin 2012; ich habe bey mir selbs geschworen, spricht der herr. 1 Mos. 22, 16; Plato läszt ihn (Socrates) .. öfter bey den göttern schwören. Hamann schriften (1821) 2, 47; schwöret mir das bey dieser männlichen rechte. Schiller räuber 1, 2 schauspiel; schwöre bei gott! bei dem fürchterlich wahren! kab. u. liebe 5, 2;
er swuor bî sînem houbete.
kaiserchron. 4711 (144, 29);
er swuor bî allen sînen liden.
Ernst 4151 (Hagen-Büsching);
daʒ ich hie swere dir
bî deme mânen, bi der sonnen.
Georg 3363;
er swuor bi sîner heit.
Ottokar reimchron. 58082;
bi des keisers gewalt thu ich sweren.
Alsfeld. passionssp. 3930;
da schwuer ich im pey trew und eer.
H. Sachs schwänke 1, s. 159, 52 neudruck;
halt auch weder trew, aydt noch glauben,
den ich doch bey den göttern schwer.
fastn. sp. 4, 122, 293 neudruck;
ich schwere bei den schalen,
daraus ihr götter trinkt auf euren besten mahlen.
P. Fleming 1, 195, 387 Lappenberg;
bei diesem muttergottesbild,
bei diesem Jesuskinde,
das ihre mutterarme füllt,
schwör' ich dir, o Belinde.
Hölty 31 Halm;
so lautet das gesetz, wir schwörens bei der sonnen.
Schiller Turandot 2, 4;
ich schwörs bei Fohis haupt.
ebenda;
ein widerschein der dioskuren,
bei denen alle schiffer schwuren.
Göthe 41, 276;
dulde nimmer, schwerdt der ehren,
dasz verräther bei dir schwören.
Arndt ged. (1860) 233;
scherzhaft:
des hân ich gesworn bî minem schuo.
Haupt zu Neidhart 44, 24,
vergl. Wander sprichw.-lex. 44, 24: ich schwörs bei meiner groszen zehe.
e)
durch:
sis ......
bisuoran thuruh thes forahta,   ther alla worolt worahta.
Otfrid 4, 19, 48 (s. gramm. 4, 847).
f)
für (vgl. unter vor): ich wolte für ihn schweren, iuramento eum purgare vellem, eum innocentem esse jurato dicerem. Frisch 2, 249ᵇ; jetzt auch in allgemeinerer anwendung, 'ich wollte für ihn einstehen'. für etwas schwören, zu gunsten von etwas, sich binden für etwas:
schwöret für die grosze sache.
Arndt ged. (1860) 231;
für etwas schwören, betheuern, dasz etwas wahr sei:
für dise rede ich dicke swuor
manegen ungestabten eit.
Parz. 498, 2;
doch ist er wirklich todt? ich schwöre nicht dafür.
Göthe 1, 59;
anders aber:
ich sich hiute,
dâ ich für hiet gesworn (von dem ich eidlich versichert hätte, dasz es unmöglich sei).
Ottokar reimchron. 14599.
unklar ist folgende stelle:
auch hast du für ein windel gschworen (geschworen, dasz du sie nicht hättest?).
H. Sachs schwänke 1, s. 56, 168 neudruck.
g)
gegen, örtlich: gein der sunnen swern. Grimm rechtsalterth. 895.
h)
in, mit verschiedenen anwendungen; wie bei, auf, das mittel der betheuerung anknüpfend: therde suerit in himile ther suerit in gotes sedale inti in themo therde sizit obar thaʒ. Tatian 141, 16 (wer da schweret bey dem himel, der schweret bey dem stuel gottes, und bey dem, der drauff sitzet. Matth. 23, 22); se wolden sweren in den hilgen, auf die reliquien. quelle bei Schiller-Lübben 4, 492ᵃ. in jemandes hand schwören, der so den eid abnimmt:
diu hêt ouch in ir hant gesworn.
Wigalois 275, 20 (10804).
in etwas schwören, seine richtigkeit, seine geltung betheuern:
der grosze Moscowit hat seine prächtig' ohren
hin gegen ihm geneigt, und in sein wort geschworen.
Opitz 2, 17;
in den artikelbrief schwören sollen die kriegsknechte. quelle bei Schm. 2, 645; nicht anders gehet es mit den schullehrern heute zu tage, die gleichsam in der alten die in der barbarie gelebet seltzam gebrauchte lehrwörter so geschworen haben, dasz sie sich darbey todtschlagen lieszen, eh sie davon wichen. Schuppius 535; die da in desz Ciceronis wort gleichsam geschworen haben, alles was in Cicerone stehet ist gut latein. 536. in eines seele schwören, an seiner stelle, für ihn: in eines seele schweren, jusjurandum dare nomine alicujus. Frisch 2, 249ᶜ; eben das wollt' ich in die seele der Orsina schwören. Lessing 2, 125 (Em. Galotti 1, 6); anders aber in folgender stelle: bey dem tempel der Pallas hat er in meine seele geschworen (sich durch seinen eid unlöslich mit meinem innersten selbst verbunden). Klinger 2, 184. in prägnanten wendungen wie aus (s. oben unter c): koren einen anderen rad und leten den olden rad in ore hus sweren (schwören, ihre häuser nicht zu verlassen). d. städtechr. 7, 389, 10; also gheven se dat vulbort, de vanghenen lostolaten unde in ore huse to sweren. 16, 457, 22; schwoeren in die herberg. Scherz-Oberlin 1465.
i)
mit: mit hand und mund, mit aufgehobner hand, mit beiden händen, mit zopf und brust schwören, s. Grimm rechtsalterth. 898; mit gebloteden hoveden und gebogten kneen und opgerichten fleischlichen fingeren. 896; swerende mit eynis hant. Magdeburger fragen 1, 11, 1;
ich swer mit beiden handen.
Walther v. d. Vogelweide 104, 20;
er swûr mit ûfgeleiter hant
und mit often wortin sô
ûf gotis êwangeliô.
Nicolaus v. Jeroschin 6952;
also huben si auf und schburen all
auff dem rathaus in dem tanzsal
mit drein vingern aufgereckt.
Liliencron hist. volksl. 2, 163, 315.
mit eiden swern:
und swere dir mit eiden.
Lamprecht Alex. 3645;
ir ieglicher swûr aldort
mit eiden vollen veste.
pass. 274, 10 Köpke.
vgl. miþ aiþa svarands. Matth. 27, 72; mit wie sonst bei:
mit sînem rîche er swuor.
Diemer ged. des 11. u. 12. jh. 215, 28.
k)
über: über die heil. evangelien schweren. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 719ᵃ; over de heiligen sweren. Grimm rechtsalt. 896. über einen schwören (in feindlichem sinne):
darumb ich ubber en sweren wel,
want hie kan boisheit viel.
Alsfeld. pass. 4368;
die mich lobeten, haben uber mich geschworen. Luther 1, 35ᵃ (schweren bey mir. ps. 102, 9, vgl. unten unter wider).
l)
um: umb kosten unnd schaden schweeren, das einer so vil von seinem widersacher erlitten hab, als er fürgibt. Maaler 366ᵈ; daʒ ein iegelich priester wol sweren mag umb ein wiszenthaft ding. d. städtechron. 8, 17, 29;
sît aber ich vil manegen eit
umb die reise hân gesworn.
krone 22830.
m)
unter:
ich swer under mîner krône.
Stricker Karl 9622.
n)
vor (vgl. oben für): so ne mach die hirde dar vore (de hac re) nicht sveren. Sachsensp. 2, 54, 6; also soll man woll vor nichts schwehren (man soll nichts verschwören). Elis. Charl. v. Orleans herausg. von Holland (1871) 428. besondere wendung: du bist ein weib und schweerest vor den teufel hin, mulier es, audacter juras. Stieler 1976.
o)
wider: schweeren wider einen, unnd jm zeschaden unnd nachteil. Maaler 366ᵈ; (adversum me iurabant) die suuôren unde êinoton sih uuider mir. Notker ps. 101, 9 (vgl. oben unter über); der herr hat geschworen wider die hoffart Jacob. Amos 8, 7;
gelück hat wider mich gesworn.
liedersaal 1, s. 11, 16;
so trotzt' ich noch den sturm, der wider mich geschworen.
Günther 667.
im freundlichen sinne: aiþis þanei svor viþra Abraham attan unsarana. Luc. 1, 73.
p)
zu, bezeichnung dessen, das beim eide als zeuge angerufen wird: die ze den heiligen gelêrte eide swernt. zeitschrift für d. alterthum 7, 100; einen ayd zu gott schweren. Ayrer proc. juris (1600) 478;
ik dorstet wol tôn hilgen sweren.
Theophilus 168;
schwören zu etwas, de aliqua re: (he) mut dar to sveren. Sachsensp. 2, 54, 5;
ich glaub nit, dast jn habst verlorn,
du hest sunst basz darzu geschworn.
H. Sachs fastn. sp. 4, 41, 128 neudruck.
zu einem, zu etwas schwören, durch eidesleistung zugehörigkeit, beitritt, ergebenheit, dienstleistung, theilnahme u. ähnl. betheuern; in neuerer sprache, z. b.: zur fahne, zum kalbsfell, zum katholicismus schwören; daʒ die pünd stæt sölten belîben, die wir zuo ainander geschworen hâten. Züricher jahrb. im mhd. wb. 2, 2, 771ᵃ; also der richter czu deme gerichte gesworen hette (durch den richtereid berechtigtes mitglied des gerichts geworden wäre). Magdeb. fragen 1, 2, 9; de rad unde alle de to deme rade sworen hadden. d. städtechr. 16, 29, 36; to deme schote to sweren (sich zur zahlung einer bestimmten abgabe verpflichten). 452, 22; do von swurent die vorgenanten herren alle zuͦ dem bischofe von Mentze (verbanden sich mit ihm). 8, 58, 12; wollt ihr zum kalbsfell schwören. Schiller räuber 1, 2 schauspiel;
Genelun swur sich zuze in.
Rolandsl. 86, 19;
die brüeder von dem tiutschen hûse
zuo dem lantvolke swuoren.
Ottokar reimchron. 9388;
ouch swuor im ze helfe dâ
von Bêheim kunig Wenzlâ.
69528;
ich hab zu dem streit schon geschworen.
Ayrer 1389, 12 Keller;
schwört nicht zu Oestreich, wenn ihrs könnt vermeiden.
Schiller Tell 1, 2.
zusammen schwören, conjurare (vgl. unten 8): donoch verbundent sich die von Tarente zuͦ den von Carthago und swuͦrent zuͦsamene wider die Römer. d. städtechron. 8, 324, 10; sintemal die auffrührischen und hemischen friedenstörer .., wenn sie zusammen geschworen haben, empörungen und auffruhr erwecken. Comenius sprachenth. übersetzt von Docemius (1657) 691; und schweren endlich, sowohl freunde als feinde, wider ihren unerträglichen stoltz, zusammen. Butschky Pathmos 706. zu haufe schwören: da das die erbar lute erfurn die worden czornig unde swurn zu houffe. zeitschr. für d. alterth. 8, 314. zumal schwören, conjurare Dasypodius.
6)
accusativ bei schwören, den inhalt, die richtung, beziehung eines gelöbnisses bezeichnend; gewöhnlich ist diese fügung bei promissorischem schwören, z. b. treue, gehorsam, liebe, rache, verderben, den tod schwören; die ältere sprache bewegt sich freier (vgl. die wendungen huld, friede, gesellschaft schwören u. ähnl.): einem die treu, den gehorsam schweren. Kramer deutsch - ital. dict. (1702) 2, 719ᵃ; sie haben ihm den tod geschworen. 719ᵇ; ich werde's thun, ich hab's geschworen;
die anderen muͦsen in daʒ dienst swerigen.
exodus 104, 15 Diemer;
daʒ er boten sande
den herren von dem lande
unde hieʒe hervart swern.
Eraclius 2367;
si swuoren hulde und wurden man.
Trist. 134, 13;
ob wir zein ander swüeren
geselleschaft.
Engelhard 530;
dô diu zît kam
ûf die gesworen wart
von dem kunic diu hervart.
Ottokar reimchr. 64996;
ende swoeren daer an twoeste velt
alle vive des coninx doot.
Reinaert 2266;
dat ghi hem sweert vaste hulde.
3463;
wo gy den vrede hebben gheholden,
den ik gheboet unde hebben ghesworen.
Reinke de vos 1721;
is musz an mer vollengan,
das die propheten vor gesworen han.
Alsfeld. passionssp. 6218;
den Crimhilt schwur ein schwere rach.
H. Sachs 13, 335, 27 Keller-Götze;
welche schwuren zusamm ein bund.
20, 354, 15;
(eh') treu zu schwören ward zur kunst.
Haller 84 Hirzel;
und meister Werln schwur sie den krieg.
Gotter 1, 335 (1787);
doch, rache hab' ich ihm geschworen.
Wieland 22, 23 (Oberon 1, 35);
bis endlich herzog Nayms ....
.... gegen uns sich kehret,
und zum begehrten kampf des kaisers urlaub schwöret (betheuert, dasz der kaiser die erlaubnis gebe).
22, 33 (Oberon 1, 52);
wie er treu' und pflicht ihm schwören will.
22, 86 (Oberon 2, 53);
edle schwören ihm hasz.
Hölty 97 Halm;
(er) schwör in diesem blüthendunkel
ewige treue der auserkornen.
99;
zuerst schwöre dem schönen den tod.
Schiller 11, 122;
diesen Engelländer
konnt' ich krönen! diesem fremdling treue schwören.
jungfrau von Orleans 3, 3;
dir hat er längst den untergang geschworen.
Tell 1, 2;
an eben diesem platz — erinnerst du dich noch?
schwurst du mir ew'ge treu.
Göthe 7, 53;
viele schwören reine huldigung
dir, wie manche treue schaar.
41, 267;
bei den lippen, bei den locken
schwur er den beglückten bund.
Platen 2ᵃ;
auch schwör' ich heiszen blut'gen hasz
und tiefen zorn ohn' unterlasz
dem Franzmann und dem franschen tand.
Arndt ged. (1860) 235;
do komen vil ritter und knecht gen Weiʒʒenhorn und schwuͦrn da ain gesellschaft. d. städtechron. 4, 24, 13; dissen Sassen lantvrede sworen de heren und ore man. 7, 288, 7; der kaiser machet ainen g'mainen frid im ganzen reich .. muest iederman denselben schweren. Aventinus bair. chron. 2, 493, 23; unsers widersachers, der uns allen den tod geschworen. Mathesius Sar. 114ᵇ; manches gute ding ..., dem man eine ewige liebe geschworen hat. Wieland 1, 371 (Agath. 6, 5); wir schwören dir treu und gehorsam bis in den tod. Schiller räuber 1, 2 schauspiel; das dieser schriftsteller .. aller kritik den tödlichsten hasz geschworen habe. schriften 6, 240; der unversöhnliche hasz, welchen Heinrich IV. dem hause Österreich geschworen. 8, 54; ein mächtiger unwiderstehlicher fürst .. hatte ihr verderben geschworen. 9, 299; dann müszten sie urfehde schwören. Göthe 8, 82; prägnant in feindlichem sinne: nimm dich in acht. sie haben dirs geschworen, wenn du hinüber kommst (mit dir ins gericht zu gehen). 33, 267. so wol auch:
ich habe Lucinden
die freundin, verloren.
ach, hat es mir armen
das schicksal geschworen (hat das schicksal mir feindseligkeit geschworen?).
10, 272.
schwören im sinne von 'fluchend anwünschen': das ich euch das fallend ubel schwuͤr. Fischart Garg. 92ᵃ; in besonderer wendung:
doch Raufbold schwur alsbald ihm zwanzig ganze vor.
Torf holte sie nicht nach.
Zachariä renomm. 1, 289.
7)
der objectsaccusativ ist eine person: des volgeden de vorsten und sworen on to koninge na des vader dode. d. städtechr. 7, 150, 23; an dem cristag schwuͦrn die pfaffen funff tiuffel von ir. 4, 38, 1; wo aber eyner durch seinen falschen eyde jemand zuͦ peinlicher straff schwüre. Carol. 107; sie hatte den armen teufel ... an den galgen geschworen. Lichtenberg 6, 124 (1845). verloben: und ist daʒ ein iuncfrowe einem man gesworen ist, und ist im noch niht zu geleit. Schwabenspiegel 173, 14 Gengler; und lît ein man bi einer iuncfrowen, diu niht hingesworen ist. ebenda; hingeschworne braut als oberdeutsch bei Adelung;
do swuor man im ze wîbe   daʒ wünneclîche wîp.
Nibel. 1618, 3;
dar nâch man die frouwen swuor
von Hiunburc grâf Uolrîchen.
Ottokar reimchron. 2670;
freier, sich angeloben:
ich hân zu frouwen dich gesworn.
herzog Ernst 243 Hagen-Büsching.
8)
reflexive wendungen: sik tohope, tosamen sweren, conjurare Schiller - Lübben 4, 492ᵇ (vergl. oben 5, p); di anderen brudere swuren sich ûʒ, daʒ si dar vone niht inwisten. myst. 1, 168, 17; sich einem andern zum schuldner schwören. Möser phant. 2, 143; sich ins armenrecht schwören. Campe unter armenrecht;
wir hân gewaschen unser leben
in der vil reinen toufe,
und suln an unserme loufe
nicht entreinen mê die wât,
die der gotes geloube hât,
darin wir haben uns gesworn.
pass. 292, 55 Köpke;
und in den ordin sich dâ swûrn.
Nic. von Jeroschin 9578;
er schwur sich bei allem, was heilig und hehr,
auf ewig zu ihrem getreuen,
Bürger 61ᵃ;
wir schwuren Bolingbroke uns unterthan.
Shakespeare Richard II. 5, 1.
anders zu beurtheilen sind wendungen der neueren sprache wie sich heiser schwören, sich ins zuchthaus schwören.
9)
die betheuerung wird durch einen directen satz ausgedrückt: (Saul) schwur, so war der herr lebt, er soll nicht sterben. 1 Sam. 19, 6; so hab ich bey mir selbs geschworen (spricht der herr) dis haus sol verstöret werden. Jer. 22, 5;
nein, dieses dörfchen
soll, eh wir weiter gehn,
das schwör' ich dir, herr bruder!
ein strafexempel sehn.
Hölty 10 Halm;
die genesend schwur:
jugend und natur
sey dem himmel künftig unterthan.
Göthe 1, 244;
ich schwör' euch, ihr vergehn die sinnen.
12, 140;
gib sie ihm; oder er bleibt, so schwur er, im ledigen stande.
40, 279;
du hohes land! du schönes land!
dir schwören wir auf's neue:
dem buben und dem knecht die acht!
der füttre kräh'n und raben!
Arndt ged. (1860) 213.
indirecter satz:
joh sueris filu heiʒo,   ni sîs thero ginozo.
Otfrid 4, 13, 34;
er swôr, sô ime sîn lîb
gelebet imer di zît,
daʒ gewaldiclîche
sînes vater rîche
an ime quême,
des zinses er sih benême.
Lamprecht Alex. 2513;
vil mancher lobete in und swûr,
er wêre mit êren dâ gewesen.
livl. reimchr. 1218;
er schweret, er könne nicht. Stieler 1976; das er schwur, ich solt nicht uber den Jordan gehen. 5 Mos. 4, 21; hätt' ich doch geschworen, rief er aus, es sey das portrait einer frau von Saint Alban. Göthe 20, 64. ein mit dasz angeknüpfter satz folgt: schweeren das unser anspraach rächt und billich seye. Maaler 366ᵈ; jah aftra afaiaik miþ aiþa svarands þatei ni kann þana mannan. Matth. 27, 72; die bauren musten dem marggraven sweren, daʒ sie im die gült zu ewigen tagen raichen wolten. d. städtechron. 2, 148, 9; hieʒʒen si schweren, daʒ si mit lib und mit guͦt in der stat wölten beliben. 4, 35, 3; so schweret mir, das jr mir nicht wehren wolt. richter 15, 12; welchen schwur er aber, das sie nicht zu seiner ruge komen solten. Hebr. 3, 18; ich schwöre dir, dasz ich dich hasse. Schiller Fiesko 5, 16;
suar in io zi noti,   thaʒ er nan sar nirknati.
Otfrid 4, 18, 31;
sem mir got, sô swüre ich wol daʒ hie diu wîp
beʒʒer sint danne ander frouwen.
Walther 57, 5;
nu swuor ouch her Tristan,
daʒ er wolde Îsôten hân.
H. v. Freiberg Trist. 505;
es ist vom höchsten gutt viel redens und geschrey:
ich schwere dasz disz gutt allein die liebe sey.
Angelus Silesius 133, 242 neudruck;
ich schwere, dasz, vor angst, ich wenig ruh genossen.
Canitz ged. (1727) 212;
ich schwör' es dir, vor Amors ohren,
dasz ich — — ach! dasz ich falsch geschworen.
Lessing 1, 61;
fast schwür ich, dasz ich hell gewacht.
Bürger 16ᵃ.
folgender infinitiv mit zu: schweeren unnd beym eyd verheissen etliche wort zehalten. Maaler 366ᵈ; doch muesten die juden schweren, ir leib und ir guet nit zu verkeren. d. städtechron. 5, 8, 23; schwur den vertrag zu halten. 2 Macc. 13, 23; schwör ich das licht des tages nicht mehr zu grüszen. Schiller räuber 4, 5 schauspiel; schwurest, uns nie zu verlassen. 5, 2; sie schwur eine solche höhle nicht zu betreten. Göthe 11, 283.
die kômen frôlich
und swuoren im ze helfen.
Ottokar reimchr. 159;
du nennst mir zeit und ort, du schwurst mir gleich zu kommen.
Günther 296;
ich schwör es dir, o Laura, dich zu hassen.
Lessing 1, 61.
bestätigung einer thatsache: schwur bey den göttern, solches war zu seyn. buch der liebe 187ᶜ. ebenfalls nur der älteren sprache möglich ist die anfügung des inf. ohne zu:
mit allen sînen mannen   swuor ir dô Rüedegêr
mit triwen immer dienen.
Nib. 1198, 1;
daʒ wir iu niht swern sullen
iwer gebot erfullen.
Ottokar reimchron. 41251;
sie hon gesworn Jhesum brengen umb sin leben.
Alsfeld. passionssp. 187.
10)
einem schwören, einem einen eid schwören, ihm den eid ablegen; zu den schon passim gegebenen beispielen vgl. noch: oba Karl then eid, then er sinemo bruodher Hludhuuige gesuor, geleistit. Nithard hist. 3, 5; qui iurat proximo suo, der andermo man sueret. Notker ps. 14, 4; wer seinem nehesten schweret, und helts. ps. 15, 4; auff das ich den eid halten müge, den ich ewrn vetern geschworen habe. Jer. 11, 5;
Gode und Marie hebbe gi gesworen einen êt.
dodes danz 547;
ihr habt mir einen eid geschworen,
ihr wollt nicht von mir wanken.
wunderhorn 1, 126 Boxberger;
man kan yetz nüt verkouffen me,
man hab dann gott geschworen ee (man kann keinen handel machen, ohne gott unnütz im schwur anzurufen; doch s. Zarnckes anmerkung).
Brant narrenschiff 48, 82.
durch eid einem bestätigen oder versprechen: in das land, das du jren vetern geschworen hast. 4 Mos. 11, 12; da nu sich die zeit der verheiszung nahet, die gott Abraham geschworen hatte. ap.-gesch. 7, 17; schwur ich ihr, schwur ich mir, dasz es ewig so seyn sollte. Göthe 10, 54. prägnant:
das was der bös Ischarioth,
der seinen herrn der bösen rott
geschworen und verrathen.
Gerhardt 31, 27 Gödeke.
besonders zur bezeichnung, dasz ein treu-, dienstleistungs-, ergebenheitsverhältnis eingegangen wird; schwören kann dabei prägnant gebraucht werden: einem im krieg schweeren, sich mit dem eyd einem hauptmann verpflichten und underwerffen, verbinden. Maaler 366ᵈ; do man dem bischoff swur. d. städtechron. 4, 24, anm. 1; daʒ man dem niwen künk Wentzelawen solt schwern zuͦ ainem römischen künig. 46, 1; wie der kaiser und sein sun kunig Wentzlaw begerten an die reichstett in ze schweren. 5, 16, 6; die obersten der gemeine schwuren jnen. Josua 9, 15; im schweren als dem, der vom römischen stuel bestätt wär. Aventin bair. chron. 2, 498, 15; sie haben dem keiser nicht wöllen schweren. Reiszner Jerus. 1, xxvᵃ; allen, die dem könig und der kirche gutwillig schwören würden, sagte sie in seinem namen eine gänzliche begnadigung zu. Schiller 7, 299;
er bat daʒ er im swuore   und von im niht fuore.
exodus 124, 28 Diemer;
de van Bunne, as si sulden,
saich man eme sweren unde hulden.
d. städtechron. 12, 71, 1720.
in neuerer poetischer sprache in freierer anwendung:
diesz ist das bild von einem dichter,
der früh, sich selbst der strengste richter,
der kunst sein ganzes leben schwor.
Göckingk 1, 214 (1780);
da meine harf' ich gott und der tugend schwur.
Voss 3, 33;
zum sehen geboren,
zum schauen bestellt,
dem thurme geschworen
gefällt mir die welt.
Göthe 41, 308;
die übrigen alle haben einer gewissen philosophie geschworen. Lessing 3, 378; bin ihm geschworen (ich gehöre ihm durch geleisteten treueid zu; stärker als ich habe ihm geschworen). Alexis hosen des herrn von Bredow¹² 258.
11)
in älterer sprache steht statt des accusativs bei schwören auch der genitiv, den inhalt, die richtung des eides zu bezeichnen (vgl. gramm. 4, 669):
that thu man ni slah,   ni thu mênes ni sweri.
Hel. 3270;
wan wir sîn swuoren beide.
klage 1253;
daʒ ich des niht meines swer.
minnes. 3, 188ᵃ Hagen;
und daʒ daʒ niemen möht erwenden,
des wart beidenthalp gesworn.
Ottokar reimchr. 537;
eʒ wullen auch der schultheiʒ und di burger vom rat alle di strafen an leib und an gut, di mains sweren. Nürnberger pol. 69.
12)
zum gebrauche des part. perfectums (s. oben theil 4, 1, 2 sp. 4008); durch schwur gefestigt, bestätigt u. ähnl.: conjuratio, geschworne verbündnusz Corvinus fons latinitat. (1660) 337ᵇ; geschworne abrede Kramer deutsch-ital. diction. (1702) 2, 719ᵇ; geschworne zeche Scherz-Oberlin 1465; das auch wider ir geschworn statpuech ist. d. städtechr. 5, 300, 3; dieses ist aber wie ein angenommenes und geschwornes handwerkswort. Winckelmann 5, 99; geschworne briefe brem. wörterb. 4, 1130; freier, geschworner streit (vergl. unter geschworner feind), durch stillschweigenden pact dauernder:
bin ich mit ihr doch im geschwornen streite.
Göthe 41, 329.
als besondere verbindung ist zu erwähnen der geschworene montag, an dem die amtseide geleistet wurden, in Koblenz entstellt zu schwerer montag (montag nach den heil. 3 königen). Andresen volksetymol.⁴ 111. Scherz-Oberlin 1465. geschworen, wer geschworen hat, durch eid gebunden ist; in diesem sinne geschworen sein zu etwas (vgl. altn. sem hann var svarinn. quelle bei Cleasby-Vigfusson 610ᵃ); ordnung, darzu man geschworn ist. quelle von 1527 bei Dief.-Wülcker 850. in der rechts- und verwaltungssprache in den mannigfaltigsten verbindungen: sworne riuchteren. fries. rechtsquellen 481, 29; einem gesworen bercmeister. quelle im mhd. wb. 2, 2, 772ᵃ; geswarn schriber. quelle von 1398 bei Dief.-Wülcker 850; geschworne zeugen Kramer deutsch - ital. diction. (1702) 2, 719ᵇ; geschworne meister ebenda; ungeschworen, nicht durch eid gebunden, nicht geschworen habend. ebenda; nicht geschworen, iniuratus Henisch 822, 10; ein geschworner rath, geschworne bürger Steinbach 2, 552; do santen die herren von Pairn iren geschworen raut zuͦ, daʒ was her Hainrich von Gumppenberg und her Hainrich von Waldegg. d. städtechron. 4, 40, 17; die andern zwelf gesworn rihter. 144, 27; er wer hertzog Ludwigs diener und geschworner rat. 5, 269, 13; unde se ore huldegheden sworen borgher sind. 16, 40, 30; unter der hand des geschwornen syndici und secretarii. Möser patriot. phant. 4, 290 (1786). in substantivischer anwendung: die geschworne eines handwercks. Kramer deutsch - ital. dict. (1702) 2, 719ᵇ; geschworne, mitglieder des gemeinderats. Lexer kärnt. wb. 229, vgl. Schiller-Lübben 4, 501; all die sworn der stat ze Nürnberg. Nürnberger pol. 68; geschworner heiszt in neuerer sprache besonders ein mitglied der laienabtheilung eines schwurgerichtes. zahlreiche zusammensetzungen gehören hierher: berg-, deich-, dorf-, kirchengeschworner u. s. w., nd. diek-, water-, karkswaren brem. wb. 4, 1129. die anwendung des part. perf. in dem geschilderten sinne auf personen auszerhalb der amts- und genossenschaftssprache findet meist bei bestimmten verbindungen statt, gewöhnlich mit verblaszter bedeutung, wobei an eine wirkliche bindung durch schwur nicht mehr gedacht wird. geschworner pruder (waffenbruder). Schmidel reise 26 Langmantel. geschworne brüder, solche die sich treue zugeschworen haben: gutte geschwohrne, gleichsam mit einem nodo Gordiano, oder unauflöslichen knopffe zusammen verwürckte brüder. Butschky Pathmos 61;
ich bin geschworner bruder
der grimmen noth.
Shakespeare Richard II. 4, 2;
geschworner freund, feind, anhänger, gegner, verehrer u. ä.: wir sind noch immer die geschwornen nachahmer alles ausländischen. Lessing 7, 452; aber bey diesen herren war es eine ausgemachte sache, dasz ein mann, der sie gern zu bessern leuten machen wollte, als sie es zu seyn lust hatten, ihr geschworner feind sey. Wieland 7, 313 (d. g. spiegel 2, 14); sein geschworner freund. 8, 275 (mit welchem er einen freundschaftsbund auf leben und tod beschworen habe. 274, Danischmend 33); der idealist hingegen ist ein geschworner feind alles kleinlichen und platten. Schiller 10, 517;
in dem thal von Chamouny
lebten zwei geschworne liebste.
Keller apotheker von Chamouny (Euphorion, ergänzungsheft 1, 138).
13)
sprichwörtliche wendungen:
so meer ghesworen, so meer verloren.
Reinaert 3181;
beter ghesworen, wan vorloren.
Reinke de vos 2973;
besser geschworen
als verloren! so sagte mir ernst ein weiser im beichtstuhl:
ein gezwungener eid bedeute wenig.
Göthe 40, 102.
besser geschworen, denn verlohren. Henisch 322, 26; besser eide schweren, dann ruben graben. Henisch 833, 13; es schwert einer sänffter ein eyd, als das man holtz hawet. Lehmann bei Wander d. sprichw.-lex. 4, 481; hoch schweren tieffe lügen. Petri d. Teutschen weisheit (1605) 2, Ji 3ᵇ; schweren musz des kramers guht verkauffen. Schottel 1117ᵃ; schweren musz die wahre verkauffen. Kramer deutsch - ital. dict. (1702) 2, 719ᵇ; wie jener edelmann sagt, es hab einer gut schweren der vorhin desz teuffels ist. Ayrer proc. jur. (1600) 478; wer offt schwert, der sündiget offt. Petri der Teutschen weisheit (1605) 2, Jii 1ᵃ; der eid ist gut, wer recht schweren thut. Henisch 823, 17; mit eidschweren ist nicht zu schertzen. 28;
es wirdt kein eid geschworen,
es wirt ein seel verlohren.
26;
wer schwört ein falschen bösen eid,
versagt jhm selbst die seligkeit.
33.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1899), Bd. IX (1899), Sp. 2733, Z. 67.

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Zitationshilfe
„geschworen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschworen>, abgerufen am 07.12.2021.

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