Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesellenname, m.

gesellenname, m.
name, den der neue handwerksgesell bei der deposition wie bei einer taufe erhält, vgl. gesellenpate, -pfaffe: wo und in welcher stadt du deinen jungernamen verschenckt und den gesellennamen an dich genommen. Frisius handw.-cerem. 770. 772. 779; vergl. es saget der gesellenpfaffe dem ziegenschurtze (losgesprochenen lehrjungen der böttcher) folgendes vor: dieweil du nun einen schleiffpfaffen und zwei schleiffgöttinnen (gesellenpaten) hast, so ist hier und anderswo mehr handwerksgebrauch, dasz du must einen andern namen haben .. sage mirs nun, wie wilstu mit deinem schleiffnahmen heiszen? Hansz spring ins feld, oder .. Hansz selten frölich, oder Urban mache leim warm, oder Valtin Stemshorn. 189.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4041, Z. 77.

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Zitationshilfe
„gesellenname“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesellenname>, abgerufen am 06.12.2021.

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