Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesellenschieszen, n.

gesellenschieszen, n.
scheibenschieszen einer schützengesellschaft, wozu kein anderer als die schützenbrüder gelassen wird, zum unterschiede eines gemeinen oder landschieszens, wozu ein jeder kommen kann Jablonsky 528ᵃ. Frisch 1, 344ᶜ. 2, 179ᵇ: mornantz uff sontag uff Simon und Jude (1522) hattend die armbrostschitzen ain gesellenschieszen usz lauszen (lassen) schriben mit den iben (bögen aus eibenholz) allenthalben unsern nachbarn. Hug Villinger chron. 93; in mittler zeit ist zu Augspurg ain gesellen-schieszen mit dem armbrost auszgeschriben. Joh. Haselberg in Ulr. v. Huttens werken 5, 297 Böcking (von 1518); im brachmonat (1576) hielten die von Straszburg ein herrlich grosz gesellenschieszen, darauff nit allein von Zürich, sonder auch von Bern, Basel, Schaffhausen und andern orten und steten der eidgnoschafft vil schützen fuͦren. Stumpf (1606) 768ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4043, Z. 9.

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Zitationshilfe
„gesellenschieszen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesellenschieszen>, abgerufen am 28.11.2021.

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