Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesellenstosz, m.

gesellenstosz, m.
gnadenstosz, der tödtet, vgl. gesellenschusz: wan man ein mörder redern wil, so stoszt man im alle seine glider ab .. und stoszt im den rucken entzwei mit dem rad, das macht in erst gantz gerecht (hin), der stosz heiszt ein gesellenstosz. Pauli schimpf 273 Österley; (der rädernde scharfrichter gibt nach zwei stöszen auf jeden arm) den gesellenstosz auf das herzblatt. Salzburger druck von 1663 bei Schm.² 2, 259; unter den hieben und stöszen der fechtenden werden aufgezählt gesellenstösz, mordstösz, gesichtstich. Garg. 188ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4044, Z. 9.

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Zitationshilfe
„gesellenstosz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesellenstosz>, abgerufen am 01.12.2021.

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