Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesetzprediger, m.

gesetzprediger, m.
prediger, der vorzüglich die aus dem gesetz herflieszenden obliegenheiten einschärft Adelung: gesetzprediger. Luther 8, reg. K 4ᵃ mit bezug auf 1, 468ᵇ die lerer, so sie nur gesetz und werck leren (nicht evangelium, glauben und gottes gnade); das ein bischoff den falschen gesetzpredigern widerstehe, die neben Christo und dem euangelio auch die werck des gesetzes treiben wolten. vorrede auf 1 Timoth. bei Bindseil 7, 457; im bapsthumb waren alle prediger gesetzprediger und zum warzeichen steht schier uff allen kirchen ein hahn, das ist der gesetzprediger. Alberus vom basilisken C 3ᵃ; der superintendent, ein scharfer gesetzprediger. Nicolai Sebaldus 1, 24; bildlich von den französischen heeren: damit wir doch einigermaszen bekehrt werden, sendet uns das schicksal ... aus Frankreich gesetzprediger und kreuzprediger, ordenleute des ehrenordens mit kirchenparaden, kirchenkollekten (d. i. contributionen). J. Paul nachdämm. 103, geschrieben 1809.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4083, Z. 35.

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Zitationshilfe
„gesetzprediger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesetzprediger>, abgerufen am 03.12.2021.

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