Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesetzpredigt, f.

gesetzpredigt, f.
predigt, welche die durch das gesetz gebotenen pflichten einschärft, gesetzpredigt sive strafpredigt, concio legalis, paraenetica Stieler 1471, mit der nebenform gesatzpredig: (die frau) spart inn (dem trunknen mann) die gesatzpredig bisz morgens. Gargantua 71ᵇ; fühlt er die wunde nicht, so will ich das salz einer scharfen gesetzpredigt hinein streuen. H. Müller erquickst. 179; hielt eine scharfe gesetzpredigt über den spruch: einen ketzerischen menschen meide. Nicolai Sebaldus 1, 65; bildlich: so konnte Viktor als arzt mit gesetzpredigten über die medizinische sünderin herfallen. J. Paul Hesp. 2, 204.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4083, Z. 51.

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Zitationshilfe
„gesetzpredigt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesetzpredigt>, abgerufen am 28.11.2021.

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