Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesetzvolk, n.

gesetzvolk, n.
volk, das unter dem gesetze lebt:
tagwolke,
nachtwolke schwebt' hinten nach dem heer
des gesetzvolks.
Klopstock Mess. 20, 213;
volk, das sich auf die gesetz- und werkgerechtigkeit verläszt, nicht auf gottes gnade: da das gesetzvolck regiret, da sind eitel Ismael, .. hören das wort und predigt, waschen mehr davon denn die rechten christen, fallen auff werck, verlassen sich drauff. Luther 4, 96ᵃ; wer ein gesetzvolck regiren sol, der mus imer anhalten, imer treiben und sich mit dem volck wie mit eseln blewen (schlagen). vorr. auf das alte test. bei Bindseil 7, 308.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4086, Z. 9.

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gesellschaftsbezug gestipp
Zitationshilfe
„gesetzvolk“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesetzvolk>, abgerufen am 03.12.2021.

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