Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesichtchen, n.

gesichtchen, n.,
dimin. zu gesicht, niedliches angesicht, vgl. gesichtlein: gesichtgen Rädlein 373ᵇ; physiognomik, wo das schöne gesichtchen tugend, und das häszliche laster heiszt. K. G. Lessings bearbeitung von Wagners kinderm. 88, 19 neudruck; armes geschöpf! so wird ihr gesichtgen nie einen käufer finden. Schiller III, 43 (Fiesko 2, 2); plötzlich birgt (das kind) das gesichtchen an seiner brust. J. Gotthelf 3, 186; eins der letzten gesichtchen glückte (dem maler) vollkommen. Göthe 17, 219; von der trägerin des gesichts: es ist ein hübsches gesichtchen, d. i. ein hübsches mädchen. Kraft deutschlat. wb. 1, 1052ᵇ; in ihrem sonntagsstaate sollten sie sie erst sehn. ah, das ist ein gesichtchen! Weisze kom. op. 1, 178; vom gesichtsausdruck: und sprach mit verzogenem gesichtchen. Rückert mak. 2, 182;
(das mädchen) macht ein krauses gesichtchen.
Voss Luise 1, 514.
plural auch gesichterchen: solche buttermilchgesichterchen, die die sonne zerschmelzt. Weisze kom. opern 3, 221.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4099, Z. 44.

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Zitationshilfe
„gesichtchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesichtchen>, abgerufen am 07.12.2021.

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