Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesichtszug, m.

gesichtszug, m.
zug im angesicht, miene, besonders als zeichen seelischer eigenschaften: sie veränderte beim sprechen kaum einen gesichtszug. Auerbach landhaus 1, 25; ein feiner, ein schelmischer gesichtszug; gewöhnlich im plural: regelmäszige, schöne, widrige, häszliche gesichtszüge; er hatte seine augen auf die sanften, hohen stillen und theilnehmenden gesichtszüge der ankommenden geheftet. Göthe 19, 43; alle ihre gesichtszüge wie eines sterbenden entstellt. Schiller V, 2, 106 (dom Karlos 4, 13); mienen sind ins spiel gesetzte gesichtszüge. Kant 10, 335; die vertraulichkeit und neigung (der eheleute) .. bringt sympathetische ähnliche mienen hervor, die, wenn sie fixirt werden, endlich in stehende gesichtszüge übergehen. 186; die harmonie der gesichtszüge mit den menschlichen neigungen. Lessing 3, 386.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4105, Z. 75.

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Zitationshilfe
„gesichtszug“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesichtszug>, abgerufen am 30.11.2021.

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