Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesittung, f.

gesittung, f.
der zustand des gesittetseins, die civilisation, zuerst nachweisbar 1773 in einer schrift 'der stand der natur': schon seit einigen generationen arbeiten Europäer an der gesittung und bildung derer, welche sie unter ihre bothmäszigkeit gebracht haben ... so waren stets gesittung und wildheit verbreitet. bei Campe verdeutschungswb. 193ᵃ; in der geschichte der gesittung. Dahlmann dän. gesch. 2, 146; ein beszres zeugnisz für den stand der gesittung giebt der zustand der freien familie. 1, 165; einst waren sie (klöster) sitz der gesittung. Platen 316; das locale entstehen hoher gesittung. A. v. Humboldt kosmos 1, 14; mit dem heiligthume deutscher gesinnung und gesittung. Immermann Münchh. (1841) 1, 214.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4125, Z. 77.

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Zitationshilfe
„gesittung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesittung>, abgerufen am 06.12.2021.

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