Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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gespan, m.

gespan m
zeugnis, testimonium Frisch 2, 290ᵇ, wol eine verstärkung zu spân in der bedeutung 'einschnitt ins kerbholz, controlierendes kerbholz', dazu spanzettel, controlzettel Schm.² 2, 669. östr. weisth. 1, 271, 16. 229, 1, ferner diente der vom hause abgehauene span als wahrzeichen und beglaubigung sowol dem erben als dem gläubiger, vgl. rechtsalterthümer 174. Frisch 2, 289ᶜ: höret jr bergleut, wie der heilig geist dem enlichen würmlein so ein schönen gespan und zeugnusz gibt. Mathesius Sarepta 23ᵃ; der heilige geist gibt jhm (Hiob) ein guten gespan und ware kundschafft, das er schlecht und gerecht gewesen. 19ᵃ; wenn Christus die unverwelckliche kron und den ewigen ehrenkrantz sampt dem himlischen gespan und dancke wird ausztheilen auff dem regenbogen. 116ᵃ. darnach ist theil 3, 60 zu berichtigen, dasz ehrengespan 'ehrenzeugnis' bedeutet: er wird seinen danck und ehrengespan an jenem tag bekommen, wann alle tugend wird belohnt werden. Mathesius Sarepta 15. pred.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4131, Z. 75.

gespan, n.

gespan n.
s.gespann.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4132, Z. 19.

gespan, m.

gespan m
verstärktes span (s. d.), streit, zwist: wanne die zwene (fürsten) einen groszen gespan mit einander hettent. Windecke 106 Altmann; das uns solichir gespann mit ernste getruwelich leit ist. Janssen reichscorr. 1, 407 (von 1435); do lagt sich der soldner zwischen den gspan. F. Platter 291 Boos; von dem kumpt aller gespan, de eo omnis est controversia, mit einem in ein gespan und zerwerffnusz kommen. Maaler 175ᵇ; insbesondere rechtsstreit vor gericht: gespan in rächtshendlen, conflictio causarum, der rächt hauptartickel und grund eines gespans, cardo litium Maaler 175ᵇ; die nachpauren seind im gspan, der marcken halb. 196ᶜ; das gut, darum gespann wäre, hielte oder gespann wirde. Klüpfel urk. z. gesch. d. schwäb. bundes 1, 3 (von 1487); und kamen an einander des gespans halben für den burgenmeister. Pauli schimpf 405 Österley; so ein gespan ist unter etlichen, so ist der richter jhr theiler und versühner. Paracelsus chir. schr. (1618) 663 A; gespan, lis. dict. Genf 1695 140. Steinbach 2, 617. der plural mit umlaut: bei dieser tagleistung wurden alle gespän der zöllen halb geschlichtet. Wurstisen 377; die huͦber sollen in dissem dinckhoff einen hoffherrn haben, mit dem sie umb jre rechtliche gespen, die sie under einander haben, über ein komen. weisth. 4, 200 (Elsasz); über solches (den mahlschatz) gab es ettlich gespen. F. Platter 312 Boos; und versuͦnde die missehelle und gespenne under in. Königshofen in städtechr. 8, 408, 6; also erhuͦbent sich vil gespenne und grosze kriege zwüschent dem bischof und der stat Lütiche. 9, 911, 8; von der obgenanten gespenne wegen. Mainzer chr. 1, 70, 37; von der gespenne und verhandelunge wegen zuschen der ritterschaft und den richsteden in Swaben. Janssen reichscorr. 2, 25 (von 1441); wann ir ober inen (den reisenden kaufleuten) empfulhe ire miszhelle und gespenne hie vor meister und rat uszuͦtragen. Mone zeitschr. 7, 451 (Straszburg, von 1423); mnd. auch ein coll. neutr. gespenne Schiller - Lübben 2, 82ᵇ, nrhein. gespein Kölner chron. 3, 988ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4131, Z. 41.

gespän, n.

gespän n.
verbalsubst. zu spanen, locken, die verlockung, verführung, vergl. gespenst: es was des teufels gespän oder gespen. Augsb. chr. 2, 24, 33 var.; des tewfels gespen. Vintler pluemen d. tugent 8153.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4132, Z. 20.

gespan, m.

gespan m
ungarischer bezirksoberster, comes, magyar. ispan, aus dem die deutsche bezeichnung mundrecht gemacht ist, während andererseits ispan, mlat. hispanus, nach Miklosich 201ᵇ aus dem slav. zupan, burggraf entlehnt ist. dem obergespan stehen zwei vicegespane zur seite, bisweilen auch obergespann und vicegespann geschrieben, vgl.gespanschaft.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4132, Z. 13.

gespan, m.

gespan m
gefährte, genosse, kamerad, wie vereinzelt auch span, das noch kärntisch ist Lexer 235:
der tüffel ist din span und gfert.
Tschudi chron. helv. 1, 533ᵃ, spruch vom Sempach-streit;
mhd. gespan nur einmal nachgewiesen (s. unten 2, d), in nhd. schriftsprache jetzt veraltet, aber noch bair.-tirol. und schwäb.-vorarlb.-schweiz.; mnd. gespan, fem. gespenne, mnl. ghespan, jugalis socius, socius laboris Kilian, nnl. gespan, mitgesell Kramer 1, 98ᵃ.
1)
formen.
a)
nach schwacher declination, gen. des gespanen Schm.² 2, 671, dat. meinem gespanen G. Königs Wiener-reise im urkundio 2, 87, dem tückischen gespannen. Gries ged. 2, 106; nom. schweiz. der gspane Rütte wb. 35. Seiler 151ᵇ. Hunziker 116; im plural die gespanen S. Brant 108, 17. Abele gerichtsh. 1, 435. Simpl. 2, 496, gespannen Stisser (1754, s. 2, k), gespahnen Abele gerichtsh. 584; früher stark flectiert die gespan Fischart 3, 62, 174 Kurz, gespen copeybuch d. stadt Wien 46 (von 1456), gespeen östr. weisth. 6, 304, 34 (15. jahrh.), gespän Abele k. u. 3, vorrede, gespähn 1, 7, gespahne Harnisch 42, gespane Bode Tristr. Sh. 1, 149.
b)
nebenformen, sowol mit langem als mit kurzem, auch mit verdumpftem stammvocal: gespahn Duez (1664) 194ᵃ 'vox suevica', Steinbach 2, 632, gespann Mathesius Luther 211ᵃ. Abr. a S. Clara gemisch 187. Göthe 18, 35, tirol. gspann, im Eisackthal gspûn Schöpf 683, kärnt. spûn, gspûn Lexer 235, vorarlb. gspaͦn Vonbun sagen² 277; gespon:
(der freyhart zum bauer) sprach spotweisz: mein lieber gspon.
H. Sachs 4, 3, 68ᵈ;
schau da steht gar ein feiner gspon.
J. Ayrer singsp. 162ᵇ;
sein herz zertheilen und das eine stück davon
hingeben seinem gott, das andre dem gespon.
Biermann christl. trewungsrede (Brieg 1654) C 4;
mit eingedrungenem t gespant: kein thier zilet so viel jungen als die maus, welche vom bloszen schlecken jres gespants trägig wirt. Heyden Plinius 273, vergl. dazu die participbildung ein gespantes, etwas liebes:
er wird gewisz ein gspantes habn,
schön weiber liebn die jungen knabn.
J. Ayrer fastn. sp. Andreux o 6ᵃ.
2)
herkunft und bedeutung.
a)
gespan gehört nicht zu span, spen milch, in welchem falle es 'milchbruder' wie ahd. spunnipruoder, mhd. spünnebruoder bedeuten würde, sondern zu spannen, und zwar wol nicht 'der mit einem andern zugleich eingespannte' wie goth. gajukô genosse, lat. conjux, sondern 'der die gleiche spannarbeit verrichtet'; das wort ist aus der sprache der fuhrleute hervorgegangen und in weitere kreise gedrungen, ähnlich wie stallbruder; die benennung erklärt sich daraus, dasz zur behandlung eines fuhr- oder frachtwagens unterwegs mindestens zwei mann nötig waren, in Obersachsen nennen die botenfuhrleute ihren gehülfen noch heute ihren spannmann: gespan, ὁμότεχνος, carpentarii vocabulo gespan se invicem salutant Alberus dict. Hh 3ᵃ; gespan, auriga, carrucarius, rhedarius Stieler 2071; diszmal füret mich ein frommer furmann gen Wittenberg .. als wir zum doctor zu gast giengen, bestellten wir, man solts uns uber tisch ansagen, wenn unser gespan kem .. ein diener spricht uber tisch: auriga adest. wer ist da? sagt doctor. 'herr doctor, unser gespan.' .. doctor beut jm die hand und spricht: wenn du zu deinen gespanen (var. gespannen) kombst, sag u. s. w. Mathesius Luther 199ᵃ (211ᵃ);
er (der fuchs) sprach zum fuhrmann: gspan, danck hab,
und sprang hinden zum wagen hnab.
B. Waldis Es. 4, 73, 21;
Gordius war ein fuhrmann gewesen und hat so wacker als der best gespan anschirren können. Fischart Garg. 286ᵇ (458 Alsleben); er tregt feine starcke goller wie die fuͦhrleüt oder gespan, welche man sonsten pängel oder drämmel sive knopff haiszt. Katzipori 374 Lichtenstein; der papyrer sagt zum fuͦhrman: mein gespan, weist du mir keinen botten? 129; oft in frachtbriefen des 18. jahrh. ich sende dem herrn mit fuhrmann N. und gespann (die mit einander in gesellschaft fahren) drei ballen etc. Ludwig 761. Jacobsson 5, 658ᵃ; noch westfäl. gespann, name, den sich fuhrleute unter einander geben. Woeste 78ᵃ.
b)
bei bauern und handwerkern: (ein bauer sagt zum andern) du gespan, was meinst du? Chr. Weise comöd. 120; Ulenspiegels gespan (mitgesell in der schmiede). Eulensp. c. 39; bei den druckern nennen sich diejenigen, welche an éiner presse arbeiten, gegenseitig ihr gespann. Campe verdeutschungswb. 206ᵇ; gespann, gehülfe beim holzfällen und sägen im walde Weber öcon. lex. 712ᵃ, vgl.gespanschaft 1, b; schles. gespann, der mit einem andern einerlei arbeit thut Berndt idiot. 129; basl. gespan heiszt bei den bauern auch ein pferd oder rind, das mit einem andern eingespannt wird Spreng idiot. Raur. 202ᵃ.
c)
reisegefährte: gespan uff dem weg der rais oder fart, comes, collega voc. inc. teut. i 4ᵃ; (wir) bekamen gespanen, ein jung par eevolck, die mit uns bisz gon Friburg reiszten. F. Platter 176. 180 Boos; der eine gesell (reisegefährte) sprach zum andern: guter gespan, u. s. w. exil. melanch. 49; kurtzweiliger reiszgespahn, schwankbuch von Talitz 1645, räysegespan 1702 bei Gödeke gr.² 3, 265, s. reisegespan theil 8, 727;
herr, sagte sein gespan,
der wider willen stumm geblieben.
Pfeffel poet. vers. 5, 21;
kriegskamerad: derwegen sasz er wider zu pferd .. und ritt stracks pfads mit seim gespan wider zu seim herrn. Garg. 232ᵃ (434 Sch.); die andern gesellen der verwundeten, als sie ihre gespahne also liegen sahen. Harnisch aus Fleckenland 42; unsere gallera ward übermannet, und ich sampt allen meinen gespanen aus der Türcken gewalt erlediget. Simpl. 1, 542.
d)
geliebter oder geliebte, vgl.herzgespan theil 4², 1246:
er sî vrouwe oder man,
der halde sich vaste an sîn gespan.
minnes. 3, 423ᵃ Hagen;
ehegatte, vgl. unter i: gespahn, conjux Steinbach 2, 632, ehegespan Musäus volksm. 5, 98, ehgespann Uhland ged. 486, noch östr. der gespann, geliebter oder gemahl Loritza 50ᵃ;
dan wann du solt unhäuslich sein
und dein (ehe-)gspan solt wol hausen.
Fischart ehezuchtb. 497 Sch., 205, 20 Hauffen;
wo sich ehstands gespanen
bei ihrem ehbett allzeit ja
fein gottes gbots ermanen.
anm. weish. lustg. 749;
gattin: fraw von Saphoy was sein (des kurfürsten) gespan.
Adrian mittheil. 399 (16. jahrh.);
der buhle: jhren eigenen ehemännern, denen sie ehe alles abtragen, ehe sie den gespahnen einen mangel leiden lieszen. Philander 1, 143; beischläferin: der ander frater mit seim gespann. Zimm. chron. 2, 599, 1.
e)
schul-, spielkamerad: wir seind ja alte schulgespän gewest. Abele künstl. unordn. 3, vorrede; in der lebhaftigkeit meiner vorstellung erzählte ich alles meinen gespannen. Göthe 18, 35 (Wilh. Meist. lehrj. 1, 7); noch basl. der gespan, dim. das gespänle, schulfreund oder schulfreundin, spielfreund Spreng idiot. Raur. 202ᵃ. Seiler 151ᵇ.
f)
genosse in der testamentsvollstreckung und vormundschaft: denselben meinen herren (bürgermeister und rat) hab ich mitsambt Niclasen Kramer, meinem gespan, jecz nach abgang des herczogen kind raitung (abrechnung) getan. copeybuch d. stadt Wien 46, schreiben des Wiener bürgers und gerhaben Holnbrunner vom jahre 1456; des herczogen seligen kinder gut hab ich mitsambt den andern meinen gespenn ingenommen und damit trewlich gehandelt. ebenda.
g)
mitarbeiter, kollege: meine liebe gespane und mitarbeiter in dieser groszen erndte der gelehrsamkeit. Bode Tristr. Sh. 1, 149; mein herr kollege zu Graz, der im baurensenate als schulze präsidirt ... o mein lieber gespann im zwilchkittel. Schubart chronik 1790, 246;
jedes buͦch muͦsz ein Zoylum han,
also duͦt mir ouch min gespan,
der nüt verstat, noch minder kan.
narrensch. s. 113ᵇ Zarncke, vgl. 109ᵇ.
h)
allgemein, wie gefährte, genosse, gesell: der gespan, compar, particeps, mein gesell und gespan. Maaler 175ᵇ, gspan, gsell, als ze tisch, sodalis 196ᶜ;
das sült ir wissen, lieben gespan.
fastn. sp. 1, 486, 11;
dasz gut gespan
sich unterm spiel erzürnet han.
Ringwaldt l. warh. 88;
ich weisz mir einen guten gspann,
der ligt dort undt im keller,
er hat ein höltzernes röckel an,
er heist der muscateller.
Abr. a S. Clara Judas 1, 144, vgl. Uhland volksl. 2, 584;
mein alter trautister gspann. tintenfäszl A 6ᵇ; liesze meinen alten gespan in dem stich. Abele k. u. 2, 213;
mein gspan, sag her, was thustu können?
J. Ayrer getr. Ramus 373ᵃ;
derhalb ist der neidig gespan (: iedermann)
gantz wider menschliche natur.
H. Sachs 4, 2, 103ᵇ;
dar zuͦ hant wir (schluraffen) noch vil gespanen,
trabanten vil und curtisanen.
S. Brant narrensch. 108, 17;
der jung sun fiel in seinem schupfferigen alter dahin mit händ und füsz in den rath seiner gespanen. S. Frank Germ. chron. 111; ihr artliche gespanen. Simpl. 2, 496; meine gespanen schliefen. Abele gerichtsh. (1654) 583, deine gespahnen 584; auszer dasz zu zeiten meine gespän zu nacht die fenster eingeworffen haben. künstl. unordn. 3, 22; wo sich jemand an unsern gespan vergreifft, so brechen wir ihm den halsz. Chr. Weise niederl. bauer 14; Barnabas, welcher der gespan dises groszen apostels (Paulus) gewesen. Crasset japon. kirchengesch. (1738) 1, 145; wie (der mönch) Florimundus mit seinem gespann (klosterbruder) in ein grüne ausspatzieren gangen. Abr. a S. Clara gemisch 187; soviel, lieber herr und gespan, für diesmal. Wieland an Merck 2, 105 scherzhaft; man kann das land auf und ab laufen, ehe man dir einen gespan (einen deinesgleichen) findet. Gotthelf Uli d. p. 158; auch mitgespan: Paulus von Paterno, ein mitgespan des h. Francisci. Abr. a S. Clara etwas f. alle 1, 601.
i)
von thieren: bricht doch keine (taube) die ehe an jhrem gespan. Heyden Plinius 405; hind, das ist des hirtzen weible oder gespan. Stumpf 2, 287ᵇ (9, 16); so der (reh-)bock gefangen wirt, suͦcht die geisz ein andern gespan. 288ᵃ; sperber, sein gespan ist das sprintzle. 291ᵃ (9, 20);
da sprach die maus zu jrm gespan.
B. Waldis Es. 2, 92, 9 Kurz;
er (gümpel) kommt aus deinem vaterland
und ist dein bester gspann.
wunderhorn 4, 280;
die wachtel lauft, wanns schlagen hört,
und meinet, es sei ihr gspann.
286.
von dingen: mein bauch gab zu erkennen, dasz bursch in ihm vorhanden wären, die in freien lufft begehrten ... aber der ungeheure (unheimliche) gespan, der zum hindern hinaus wischte. Simpl. 1, 103; wie der hölzerne könig im kegelspiel unter den acht andern gespanen hervorragt. Pestalozzi 12, 203; wenn zu einem dutzend theeschalen, gläsern, messern u. dgl. ein stück fehlt, so heiszt es (in Basel), es fehle der gespan darzu. Spreng idiot. Rauracum 202ᵃ, auch aarg. der gspane, von zwei tassen, bechern u. dgl. Hunziker 116; das nasenbein (os nasi s. nasalis) bildet mit seinem gespan den knöchernen nasenrücken. Hyrtl anatomie (1857) 225.
k)
verächtlich wie kumpan: gspan und mitgehilff aller büberei und schanden. Maaler 196ᶜ; wol dahinden (im wirtshaus) sasze eben derjenige (kuhdieb) mit noch einem gespanen. Simpl. 2, 288; alsz vielmehr mein gspan, die gottlosen schlüffel schuld dran sein. tintenfäszl B 5ᵃ; jauner, zigeuner, wilderer, keszler, steigbettler und andere dergleichen gespannen. Stisser forst- u. jagdhistorie der Teutschen, Leipzig 1754, beil. s. 115; ihme und seinen zweien diebs-gespähnen. Abele künstl. unordn. 1, 7; die schwartze gesichter seiner erhenckten gespän. 23;
huren und buben,
rettig und ruben,
hüner und hanen
bleiben gespanen.
selts. gerichtsh. 1, 435.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4128, Z. 69.

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