Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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gespe, f.

gespe, f.
eine doppelte hohle hand voll, s. gaufe sp. 1543 fg. und gäspe sp. 1434; auch mnd. ein gude gespe full. Renner 2, 59, vom geöffneten munde als verhöhnung, s. gaufe III, 2: valgire aut valgiare, id est labia retorquere (labia habere extrorsum prominentia Du Cange), dye lippen opschortzen, off eyn ander dye ghesp setzen. gemma gemm. (Köln 1495) Z 4ᵈ, den muff in gespotte mit dem mund schlahen Hagenauer ausg. von 1510, dafür anders aufgefaszt den geck setten Kölner ausg. von 1507, mnl. ghespe i. e. lams-oore setten Kilian, s. geck II, 5, e.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4138, Z. 32.

gespe, f.

gespe, f.
schnalle, rinke, s. gaspe sp. 1434, mnl. ghespe, nnl. gesp, gespe, dazu das verb. gespen, zuschnallen Kramer 1, 98ᵃ: (den knechten sollen) alle silberne, versilberte und verguldete degen, knöpfe, gespen, uhren, tabaksdosen und dergleichen verboten sein. Danziger willkür 1783 150.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4138, Z. 41.

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Zitationshilfe
„gespe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gespe>, abgerufen am 28.11.2021.

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