Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

gespenstisch, adj. und adv.

gespenstisch, adj. und adv.
gespensterartig, geisterhaft, unheimlich, wie spenstisch Göthe (1840) 6, 105, vgl. gespenstig:
hab ein gespenstisch weib hier sitzen sehn.
Schiller XIII, 176 (jungfr. v. Orl., prol. 2. auftr.);
den gespenstischen Holländer. H. Heine verm. schr. 241, vgl. gespensterschiff;
das gespenstische gezücht (fledermaus).
Göthe 41, 41 (Faust 5487 Weim.);
der gegensatz von unverwüstlichem gesundem sinn und gespenstischem trug. 46, 274;
ein seltsam bild vorüber schleicht,
gespenstisch fast, unheimlicher gast.
Chamisso 3, 286;
substantivisch: jene kränklichkeit und einbildungskraft, welche uns für das gespenstische und übersinnliche empfänglich macht. H. Heine verm. schr. 241.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4148, Z. 48.

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Zitationshilfe
„gespenstisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gespenstisch>, abgerufen am 29.03.2020.

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