Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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gespinn

gespinn,
muttermilch, s. gespünn.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4155, Z. 19.

gespinne, gespinn, n.

gespinne, gespinn, n.
verbalsubst. zu spinnen, das spinnen und das gesponnene, das gewebe, mnd. dat gespin (der weber) Schiller-Lübben 2, 82ᵇ, nl. ghespin, lana neta Kilian, Kramer 1, 98ᵃ: ein gespinne, opus quod textum est Stieler 2091. Ludwig 761, gespinn Rädlein 374ᵇ; östreich. gespinn, gespinst, garn Loritza 50ᵃ;
wie es (das tuch) wær an dem gespünn,
dick oder gar tünn.
teuf. netz 9205;
gespinst von spinnen und andern insecten: voll staub und kankergespinne. Riemer pol. maulaffe 5;
(der apfelbaum) die eine seite voll gespinns.
A. v. Droste-Hülshoff ged. 232;
(kluger sinn) der zwischen kahlen, finstern mauern
dich (spinne) hier so glücklich macht in deinem selbstgespinn.
J. G. Jacobi (1825) 2, 332;
bildlich: wie mancher geldsüchtiger mensch ist der spinne gleich, der aller seiner gedanken gespinn dahin richtet, dasz er andere .. in sein garn bringen möge. Scriver Gotthold 333; von gewebe- oder schleierähnlichem: graues nebelgespinn. nationalztg. 35, 67.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4155, Z. 20.

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Zitationshilfe
„gespinn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gespinn>, abgerufen am 06.12.2021.

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