Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gespreckelt

gespreckelt,
participbildung zu spreckel, sprickel, dem dim. von sprack, andersfarbiger tüpfel, flecken auf der haut Schm.² 2, 700, schweiz. sprägel, blatternarbe. vgl. gesprenkelt und gesprecklicht.
1)
getüpfelt, gefleckt, gesprenkelt: der gespreckleten und geströmleten farben. Thurneiszer von harnen (1576) 98; es (das rhinocerus) hat ein farb wie ein gespreckelte schildkrot. Dürers schriftl. nachlasz herausg. von Lange und Fuhse s. 391; gespreckelt wie die tigerthier und leoparten. Amadis (1594) 24, 528; geflügelte schlangen, an farben gesprecklet. anm. weish. lustg. 630; ein gespreckeltes pferd. Witzenb. 82; gespreglet Frischlin hohenzoll. hochz. 100, neben gesprecklet 99; noch bair.-tirol. gespregkelt, gespregkt Schm., ein gespreckelts gesicht, voller sommersprossen Schöpf 692, schwäb. gespreckelet Schmid 504, schweiz. gesprägelt, gespräkelt Stalder 2, 386, nrhein. gesprickelt Müller nrh. prov. 24.
2)
blatternarbig Stalder a. a. o.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4167, Z. 20.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
gesellschaftsbezug gestipp
Zitationshilfe
„gespreckelt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gespreckelt>, abgerufen am 08.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)