Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesprosz, n.

gesprosz, n.
1)
coll. zu sprosz, sprieszende oder gesprossene zweige:
jezo brach sie gesprosz von der myrtenstaud an dem fenster.
Voss Luise 3, 1, 197;
zartes gesprosz abpflückend der hochgewipfelten eiche.
Odyss. 12, 337. 10, 166;
(Eumäos) breitete .. grünlaubig gesprosz und darüber ein schafvliesz.
16, 47. Hesiod 272. Ov. 1, 82. Virg. 1, 174 u. o.;
(Daphne, die) ihre füsze liesz zu wurzeln,
arme werden zum gesprosz.
Rückert ges. ged. 1, 10;
mit umlaut das gesprösse Kramer 2, 95ᶜ:
sie (vögel) hingen am dünnsten gesprösse.
Klopstock 10, 246 (Hermannsschlacht sc. 17).
2)
verbalsubst. zu sprossen, das sprossen oder sprieszen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4170, Z. 28.

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Zitationshilfe
„gesprosz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesprosz>, abgerufen am 06.12.2021.

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