Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gestümen, verb.

gestümen, verb.
1)
intrans. ruhig sein oder werden: das weter gestume und das mer geruet. herzog Ernst, cod. germ. Mon. 572, f. 39 bei Schm.² 2, 758; ahd. gestumo dir, animaequior esto. Diutiska 2, 287ᵇ; dafür bei Steinmeyer-Sievers 1, 723, 28 gestemo dir, zu gestemen, einhalt thun, vgl. Graff 6, 681;
geduldig mach, wen laid anficht, ..
mach weltlich fräd uns gar für nicht,
das wir davon gestömen.
Hätzlerin 2, 63, 100.
2)
trans., beruhigen: gestumen, stillen, sanfften, tranquillare voc. 1482 m 3ᵃ. ff 3ᵃ.
3)
neu gebildet ist das reflexiv, sich beruhigen, in: jetzt aber hat sich das grade gekrümmet und das ungestümme gestümmet. Rückert mak. 2, 333, wol unter anlehnung an stumm.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4265, Z. 19.

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gestipft getüche
Zitationshilfe
„gestümen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gest%C3%BCmen>, abgerufen am 27.11.2021.

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