Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gestaberbgericht, n.

gestaberbgericht, n.
erbgericht, dem grundherrn zustehendes gericht, tag und verhandlung, mit bezugnahme auf die feierliche handhabung des gerichtsstabes: nach inhalt derer von weiland herrn Johannsen, bischoffen zu Merseburg, mit vollwort und bewilligung eines domcapituls, dem rathe zu Schkeuditz anno 1436 ertheilten und de dato Merseburg den 20. martii 1601 gnädigst confirmirten privilegien soll der rath die erbgerichte in der stadt ... hinführo unverhindert gebrauchen, ihrem alten hergebrachten gebrauche nach des jahres vier mahl auf die quartal in beisein der gantzen gemeine ein öffentlich gestab-erbgerichte im rathhause halten, allda alle fälle, in die erbgerichte zu recht gehörig, geklaget und gestrafet werden sollen. Klingner dorf- u. baurenr. 3, 70.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4175, Z. 16.

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Zitationshilfe
„gestaberbgericht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gestaberbgericht>, abgerufen am 29.11.2021.

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