Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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gestämme, gestämm, gestamm, n.

gestämme, gestämm, gestamm, n.,
coll. zu stamm (s. d.).
1)
gesamtheit von baumstämmen, wald: die stille des urwaldes, unterbrochen vom geriesel heller quellen zwischen moos und farndickicht im inneren des finsteren gestämmes. gartenlaube 1890 sp. 683ᵇ; die fahrstrasze zieht fast durchwegs im schatten dichten gestämmes dahin. 685ᵇ; bildlich: ein theil des niederhängenden eisgestämmes (gletschers). vom fels zum meer 1, 150ᵇ.
2)
geweih des hirsches mit seinen enden, vgl. gestänge 8: dem ein hirss erschain, der het zwischen seinem horn oder gestemm unsers herren marter (ein kreuz). gesta Roman. 21 Keller; do sach er zwischen des hirsen gestemm ein chræutz. 167; gestamb, geweih Nemnich 3, 192.
3)
östr. als pflanzenname: das rothe und das gelbe Petergestamm, primula clusiana und auricula Linzer tagespr. 1882, 135 bei Sanders, kärnt. Peterstamm, primula villosa Pritzel-Jessen 310, Peterskraut, primula elatior 308.
4)
bergmännisch, das gestämme, eine eiserne verstärkung der bohrstange an ihrem oberen ende Veith 233; bei den wagnern das gestämme, gestemme, gestemm, die ausladung einer speiche, shoulder of a spoke Eger techn. wb. 2, 335ᵃ.
5)
weiter bausch an den hosen, als kleiderluxus:
sonst mancherlei gestreme,
auf hosen fil gestäme,
brait schuch als rosses huf.
flieg. blatt vom fürwitz der welt (16. jh.).
6)
östr. gstemm, tabakspfeife Hügel 74ᵇ, dim. gstaml, tabakpfeife und rohr, wenn sie gut zusammen passen Castelli 154.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4195, Z. 64.

gestämme, gestämm, gestamm, n.

gestämme, gestämm, gestamm, n.,
coll. zu stamm (s. d.).
1)
gesamtheit von baumstämmen, wald: die stille des urwaldes, unterbrochen vom geriesel heller quellen zwischen moos und farndickicht im inneren des finsteren gestämmes. gartenlaube 1890 sp. 683ᵇ; die fahrstrasze zieht fast durchwegs im schatten dichten gestämmes dahin. 685ᵇ; bildlich: ein theil des niederhängenden eisgestämmes (gletschers). vom fels zum meer 1, 150ᵇ.
2)
geweih des hirsches mit seinen enden, vgl. gestänge 8: dem ein hirss erschain, der het zwischen seinem horn oder gestemm unsers herren marter (ein kreuz). gesta Roman. 21 Keller; do sach er zwischen des hirsen gestemm ein chræutz. 167; gestamb, geweih Nemnich 3, 192.
3)
östr. als pflanzenname: das rothe und das gelbe Petergestamm, primula clusiana und auricula Linzer tagespr. 1882, 135 bei Sanders, kärnt. Peterstamm, primula villosa Pritzel-Jessen 310, Peterskraut, primula elatior 308.
4)
bergmännisch, das gestämme, eine eiserne verstärkung der bohrstange an ihrem oberen ende Veith 233; bei den wagnern das gestämme, gestemme, gestemm, die ausladung einer speiche, shoulder of a spoke Eger techn. wb. 2, 335ᵃ.
5)
weiter bausch an den hosen, als kleiderluxus:
sonst mancherlei gestreme,
auf hosen fil gestäme,
brait schuch als rosses huf.
flieg. blatt vom fürwitz der welt (16. jh.).
6)
östr. gstemm, tabakspfeife Hügel 74ᵇ, dim. gstaml, tabakpfeife und rohr, wenn sie gut zusammen passen Castelli 154.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4195, Z. 64.

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Zitationshilfe
„gestamm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gestamm>, abgerufen am 28.11.2021.

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