Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesterben, verb.

gesterben, verb.
verstärktes sterben (s. d.).
1)
intrans., sterben, mhd. gesterben: wan ein kind gestirbt. Keisersberg evang. 6 aᵇ; so sie aber beide gesterben. schiff d. p. 12ᵃ; do er gestarb, komen die von der hohen schuͦl. has im pf. Aa 2ᵈ; wann einer frau der mann gestirbt. Pauli schimpf 87; so müszt jr doch das sorgen lassen, wenn jr gesterbet. Luther 4, 129ᵇ; dasz ich von tag zu tag senftmütiger und gleubiger werde, so lang bis ich gantz gesterb. 1, 113ᵃ Eisleb.; er verhielt den athem so lang, bisz er gestarb. Nicl. Heyden Val. Maximus (1565) 204; da er gestarbe, da bestätiget ich jn unter diesen stein. buch d. liebe 279, 2.
2)
transitiv mit schwacher flexion, sterben machen, tödten: mhd.
ir muget mich hungers gesterben niht.
Reinbot von Durne h. Georg 1901;
erfeult, hungers gesterbet.
Beheim Wien. 253, 19;
nhd. zuletzt aber ist solches böses weib greulich gestrafet und selber hungers gesterbet worden. Mathesius Syrach 1, 23ᵃ; nebenform gesterbnen, ertödten, erschlaffen: daʒ hirne und das hirtz werdent gesterbent von dem sclaf. Arn. v. Mumpelyr bei Dief.-Wülcker 617.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4227, Z. 74.

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Zitationshilfe
„gesterben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesterben>, abgerufen am 22.01.2022.

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