Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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gesträhnt, adj.

gesträhnt, adj.
part. in strähne getheilt: gesträhnt wird das fehlerhafte vliesz genannt, dessen einzelne strähnchen deutlich hervortreten Körte wb. d. schafzucht 30, vgl. gesträngt 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4247, Z. 66.

strahnen, vb.

strahnen, vb.,
s. stranen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1951), Bd. X,III (1957), Sp. 814, Z. 46.

strähnen, vb.

strähnen, vb.,
ableitung von strähne, f., m.
1)
in strähnen legen, ordnen, in form von strähnen bringen (von garn, zwirn, wolle usw.): die garne aber sollin ordentlich gesponnen, gesträhnet, geköpffet, gefademet, gehaspelt, gebunden oder gefitzet werden (anf. d. 18. jh.) v. Friedenberg abh. v. d. in Schlesien übl. rechten (1741) 2, land- und dorffr. 22;
vor ihrem bett mit aufgelöstem haar
sasz dieses edle weib, nichts arges wähnend
und weiche wolle — wie mein buch sagt — strähnend
A. v. Düring Chaucer (1883) 1, 216;
und diese haare — wie gesträhntes gold
Wildenbruch Harold (1884) 42.
mundartlich: in Wien den zwirn strehnen in strähne, stränge winden Loritza 127; schwäb. sträne geschwungenes werg so zerkleinern, wie es zum hecheln tauglich ist Fischer 5, 1825.
2)
das haar, die haarsträhnen ordnen, kämmen, in enger bedeutungsberührung mit strählen 1: eine ältliche ... dienerin ... strähnte und flocht ihr das ... haar Bog. Goltz ein jugendleben (1852) 2, 232; (Metternich) zog einen langen kamm aus der tasche, um bedächtiglich sein gelichtetes haar vom hinterkopfe nach vorn zu strähnen quelle a. d. j. 1895.
3)
ungewisz, ob hierher gehörig, eine form stränt im sinne von 'abgestreift, abgezogen': die gesworn haben gesetzt, daz man hasen und aichhorn neur ainen tag sol vail haben under den paelgen, und fürbaz sol man sie gestraift (var. stränt) vail haben (1428) stadtr. v. München 163 Auer.
4)
übertragen: strähnen bei heftigem winde regnen Unger-Khull steir.-wortsch. 581: eiskolte tropfn strehnts nieder und da wind rauscht durch die bam Rosegger tannenharz- u. fichtennadeln (1870) 145.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1951), Bd. X,III (1957), Sp. 814, Z. 47.

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Zitationshilfe
„gesträhnt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gestr%C3%A4hnt>, abgerufen am 27.11.2021.

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