Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

gestrüppe, gestrüpp, n.

gestrüppe, gestrüpp, n.,
wirres dickicht, coll. zu mhd. struppe, struppiges gewächs (Zürch. jahrb. 45, 17); nebenformen dorngestrupp nationalzeit. 33, 81. 55, mit verdünntem stammvocal gestrippe (s. d.), mit secundärem m gestrimpt F. Platter 210 Boos, vergl. Weinhold bair. gramm. § 167, baslerisch gestrüpfe Seiler 134ᵃ.
1)
dichter niedriger buschwald: gestrüppe bedeutet ein struppiges, d. i. verwachsenes, verwirrtes und verwildertes gesträuch. Wieland 17, 196; (der späher) ist näben den wachten, durch unwäg und gestrüpp har kummen. H. Bullinger 3, 87; da sind sy durch verrätery gefürt an ein gstrüpp und hag am berg. ders., brief vom 29. oct. 1535 bei G. Scherer mittheil. 65ᵃ; Gramundt ist ein klösterlin (bei Montpellier), ligt in eim gstrimpt kleiner eichbeumlinen. F. Platter 210 Boos;
hier musz ich auff und ab durch wild gestrüpe reisen.
P. Fleming 118;
da kam ein groszer bär
aus dem gestrüpp.
Wieland 17, 133;
durch busch und kluft und bahnenlos gestrüpp.
Schiller XIV, 41 (braut v. Mess. 1, 7);
wo der wachholder fast nur als gestrüppe vorkommt. Göthe 32, 53; gestrüppe von zwergfichten und vielfach in einander verwachsene dornhecken hindern jeden, sich ihnen zu nähern. Platen 178ᵇ; verworrenes gestrüpp 171ᵃ;
das wilde gestrüppe der föhren.
4ᵃ;
eines rebenfeldes dicht gestrüpp.
306ᵇ;
bildlich: unter dem gemeinen gestrüpp der alltäglichkeit emporragen. Gutzkow ritter 9, 130.
2)
wirres gezweig und geäst, reisig: zum küchfeuer war gestrüpp genug bereit. Göthe 30, 21; gewirre von wasserpflanzen: eine wasserrose aus dem schilfigen gestrüpp herausgepflückt. Westermanns monatsh. 312, 760ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4259, Z. 54.

gestrüppe, gestrüpp, n.

gestrüppe, gestrüpp, n.,
wirres dickicht, coll. zu mhd. struppe, struppiges gewächs (Zürch. jahrb. 45, 17); nebenformen dorngestrupp nationalzeit. 33, 81. 55, mit verdünntem stammvocal gestrippe (s. d.), mit secundärem m gestrimpt F. Platter 210 Boos, vergl. Weinhold bair. gramm. § 167, baslerisch gestrüpfe Seiler 134ᵃ.
1)
dichter niedriger buschwald: gestrüppe bedeutet ein struppiges, d. i. verwachsenes, verwirrtes und verwildertes gesträuch. Wieland 17, 196; (der späher) ist näben den wachten, durch unwäg und gestrüpp har kummen. H. Bullinger 3, 87; da sind sy durch verrätery gefürt an ein gstrüpp und hag am berg. ders., brief vom 29. oct. 1535 bei G. Scherer mittheil. 65ᵃ; Gramundt ist ein klösterlin (bei Montpellier), ligt in eim gstrimpt kleiner eichbeumlinen. F. Platter 210 Boos;
hier musz ich auff und ab durch wild gestrüpe reisen.
P. Fleming 118;
da kam ein groszer bär
aus dem gestrüpp.
Wieland 17, 133;
durch busch und kluft und bahnenlos gestrüpp.
Schiller XIV, 41 (braut v. Mess. 1, 7);
wo der wachholder fast nur als gestrüppe vorkommt. Göthe 32, 53; gestrüppe von zwergfichten und vielfach in einander verwachsene dornhecken hindern jeden, sich ihnen zu nähern. Platen 178ᵇ; verworrenes gestrüpp 171ᵃ;
das wilde gestrüppe der föhren.
4ᵃ;
eines rebenfeldes dicht gestrüpp.
306ᵇ;
bildlich: unter dem gemeinen gestrüpp der alltäglichkeit emporragen. Gutzkow ritter 9, 130.
2)
wirres gezweig und geäst, reisig: zum küchfeuer war gestrüpp genug bereit. Göthe 30, 21; gewirre von wasserpflanzen: eine wasserrose aus dem schilfigen gestrüpp herausgepflückt. Westermanns monatsh. 312, 760ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4259, Z. 54.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
gestipft getüche
Zitationshilfe
„gestrüppe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gestr%C3%BCppe>, abgerufen am 03.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)