Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gestrafen, verb.

gestrafen, verb.,
verstärktes strafen (s. d.), mhd. gestrâfen.
1)
strafen, bestrafen: wan in aber ain bischof oder probst nit gestraffen müge, so rueft man den ain obristen vogt an des landes. tirol. weisth. 1, 202, 18 (15. jh.).
2)
rügen, schelten, tadeln: mhd.
daʒ ich ein kunic sô rîch
getorst alsô gestrâfen.
Ottokar reimchr. 727 Seemüller;
nhd. also weisz ich das fürwar, daʒ nieman mein arbeit, die ich gemalt hon, gestrafen mag. Eulensp. c. 27 Lappenb.;
es ist uff erden so gethan,
das man auch glück gestraffen kan.
Er. Alberus ehbüchlein F 2ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4247, Z. 47.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
gestipft getüche
Zitationshilfe
„gestrafen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gestrafen>, abgerufen am 03.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)