Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gestrudel, n.

gestrudel, n.,
verbalsubst. zu strudeln, das strudeln des wassers, der strudel: der lasz sich nicht verdrieszen, ob man vor seinem stand ein grosz gestrudel machet und jm das wasser trübet. Mathesius Jes. Christ. 2, 89ᵇ; gestrudel, gorgo, gorgoglio Krämer 554ᵃ. Rädlein 377ᵇ; betrachtete ich das gestrudel des wassers. Pierot 1, 5;
wie das gewässer heftig mit gestrudel
sich über ihren kopf zusammenschlieszt!
H. v. Kleist (1859) 3, 359;
lande dort mit dem schiff an Okeanos tiefem gestrudel.
Voss Odyss. 10, 511;
(Scylla, welche) im tiefen gestrudel
ach! die verzagenden schiffer .. zerrissen.
Virg. ländl. ged. 6, 76;
(stromgötter) eröffnet die wohnungen eures gestrudels.
Ovids verwandl. nr. 4, 20. 8, 103;
aber der schlund der verdammten ist tief in gräszliches dunkel
abgesenkt, wo ihn rings schwarzes gestrudel umhallt.
Tibulls eleg. 1, 4, 68.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4259, Z. 27.

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Zitationshilfe
„gestrudel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gestrudel>, abgerufen am 07.12.2021.

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