Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesudel, neutr., verbalsubstantiv

gesudel, neutr., verbalsubstantiv
zu sudlen, südlen, vgl. Maaler D δ 3 b: gesüdel und gebrüdel. Tabernaemontanus kräuterbuch (1588) 340. häufiger in übertragener verwendung, die schon bei Luther für das nomen agentis sudler belegt ist: endlich verzeihe mir mein gesudele. ich habe dir doch einmal lieber so als gar nicht schreiben wollen. Lessing (an K. G. Lessing 28. apr. 1776) werke 12, 449. in fremdsprachlichen wb. begegnet das wort viel: gesudel, lavacciamento, cucinamento Kramer 2, 1037 ; vor allem in englischen wörterb.: ich kann dieses gesudel nicht lesen. Hilpert 2, 460; das ist kein gemählde, das ist ein bloszes gesudel. ebenda; gesudel, scribbling, scribble. Grieb⁷ (1873) 371; gesudel, dirty piece. Adler (1861) 241.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4289, Z. 59.

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Zitationshilfe
„gesudel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesudel>, abgerufen am 26.10.2020.

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