Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesundung, f.

gesundung, f.,
verbalsubstantiv zu gesunden, das erst der neueren sprachschöpfung angehört und in den wörterbüchern nicht verzeichnet ist. von dem verbum hat es die intransitive bedeutung mitbekommen, durch anlehnung an das synonyme heilung und im satzzusammenhange flieszt ihm aber auch transitive bedeutung zu: und er (Jacob Grimm) lebte sich nun in das deutsche alterthum wie in eine zufluchtstätte ein, wo die gemüther trost suchten in der schmach der gegenwart, wo tausend andere mit ihm nach den quellen des deutschen volksthums suchten, um sich dort wie in einem jungbrunnen labe zu holen für die gesundung der kranken zeit. Gervinus gesch. des 19. jh. (1866) 8, 61; ganz andere dinge, als der Luzernerpfaffe unserer gnädigen frau drüben im stift aufbindet oder als in dem pergamente stehen, das mir die edle herrin zur gesundung meiner seele geliehen hat. C. F. Meyer der heilige 10. aufl. 13.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4349, Z. 66.

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Zitationshilfe
„gesundung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesundung>, abgerufen am 05.12.2021.

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