Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getaddel, n.

getaddel, n.,
verbalsubstantiv zu tatteln (vgl. Skeat etymologish dictionary 626ᵇ), wie das hessische getâter zu tatteren (theil 11, 160 vgl. Franck etymol. wb. 1001) oder in oberdeutscher form datteren (theil 2, 828). es ist in neuerer zeit nur für das Luxemburgische beobachtet: getaddel n., das geschwätz, gewäsch, le caquet, englisch tattle. Gangler lexikon der Luxemb. umgangssprache (1847) 179. verwandte bildungen liegen jedoch in andern mundarten und älteren zeugnissen vor, so in taddel, das Frisch 2, 358 für Luther belegt: solch antichristisch taddel und wol auch in gedahle (theil 4, 1, 1939), das Stieler 2252 in der form getale anführt und als verkürzte form zu dem vorher besprochenen getadel auffaszt: das getadele, quod etiam dicitur das getale licet getale proprie sit blateratio quaedam inepta, et ebriosorum balbutiones et malevolorum odiosae repetitiones verborum: et tandem getale vera est spermologia, tadelung autem reprehensio.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4351, Z. 60.

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Zitationshilfe
„getaddel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getaddel>, abgerufen am 01.12.2021.

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