Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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getau, n.

getau, n.,
niederdeutsche, in einzelnen verwendungen jedoch über die sprachgrenze dringende, form zu dem weit in unsere sprachperiode hereinreichenden oberdeutschen gezoü, gezäh, s. d., mnd. getouwe, getow Schiller-Lübben 2, 89; mnld. getouwe Verwijs und Verdam 2, 1752; holländisch getouw woordenboek 4, 1848, vgl. angels. getâwe.
1)
in allgemeinerer bedeutung, in der sich auch gezoü, gezäh (vgl. alts. getô für getôw, geschirr, gerät) mit der verwandten ableitung gezeug berührt: ghetouwe, ghetauwe, instrumentum mechanicum Kilian K 3ᵇ; der schiffer mag wol von dem getau zu pfande setzen. jus nauticum Gedanens. (1611) 1; der schiffer mag das gezeug nicht verkaufen, er habe dann erlaub von demjenigen, dem es gehöret. ebendort 3; vppe dat de doth werde ein getow, dar dorch men ginge in dat ewige levent. fundgr. 4.
2)
mit eingränzung des bedeutungsgehaltes auf bestimmte werkzeuge einzelner berufsformen: werkgetouw, schriftgetouw, handwerksgerätschaft, schreibgerätschaft Wiarda altfries. wb. 366.
a)
getaw, roszkommet, helcium, instrumentum ante equorum et similium animalium pectus, ab armis dependens, quo curricula per temonem trahuntur Henisch 1585.
b)
ghetouwe des wevers Kilian K 3ᵇ: getau ist ein weberwort und bedeutet den würkstuhl. Chomel (1751) 4, 1018, ebenso Zedler 10, 1341; getau f. webstuhl Woeste wb. der westphäl. mundart 78.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4360, Z. 8.

getau, n.

getau, n.,
ein sammelwort zu tau (th. 11, 162), vereinzelt belegt; in der bedeutung berührt es sich mit dem vorigen und scheint auch mit diesem verwechselt worden zu sein: ghetouwe, rudentes, funes Kilian K 3ᵇ, vgl. auch Verwijs und Verdam 2, 1752; in gettau, jätrechen, sarculum, rasti genus Henisch 1585 liegt die gäthaue, jäthaue theil 4, 1, 1, 1490 vor.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4360, Z. 33.

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Zitationshilfe
„getau“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getau>, abgerufen am 08.12.2021.

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