Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getheilen

getheilen,
die präfigierte form des verbums ist auf die ältere sprache beschränkt. auszer den fällen, in denen das präfix bedeutungslos ist oder mehr syntaktische funktionen ausübt, ist es auch gelegentlich mit sichtbarer einwirkung auf die bedeutung des verbums belegt:
1)
unz an den funften tac
heten si dâ bit
unz man nâch gewonlichem sit
geteilt des roubes gewin.
Ottokar 84821 Seemüller. vgl. auch Lexer nachtr. 204.
2)
des wart in gedeilet (urtheil gesprochen, ertheilet), si solden iz uf demselben huse warten. Frankfurter archiv 1320 Diefenb.-Wülcker 618.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4373, Z. 60.

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gestipft getüche
Zitationshilfe
„getheilen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getheilen>, abgerufen am 03.12.2021.

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