Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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getheilt, participiales adjectiv

getheilt, participiales adjectiv
zu theilen (theil 11, 356), in einigen belegen auch zu dem eben besprochenen getheilen. die mannigfaltigkeit der verwendungen des verbums hat in der participialform eine reihe von bedeutungen entwickelt, die sich vom verbalstamme und unter einander ziemlich weit entfernen.
1)
im engsten zusammenhange mit den zuletzt behandelten formen steht die verwendung des verbums im erbrechte und in beziehung auf die gütervertheilung überhaupt: mîn got pist dû chad ih. mîn lôz ist in dînen handen (in manibus tuis sortes meae; hoc est hereditas mea). sîd daz erbe mit lôze iû getêilet uuard. so sól man hiêr lôz fúre erbe fernémen. Notker psalmen, Hattemer 2, 103ᵃ; vgl. swâ zwêne man geboren sint ze einer tôtleibe, dâ sol der elter daz swert vor hin dan nemen, daz ander teilen gelîche. swâ zwêne oder mêr ein guot teilent, dâ sol der eltere teilen, der jungere welen. Schwabenspiegel § 26 Wackernagel; vnd stirbet dar nah ê daz sin vater sin erbe im geteilet habe. Schwabenspiegel 4 Laszberg. hieran knüpft die entwicklung des participialen adjectivs:
a)
getheiltes gut: wer och dez gotzhus gutes hat vnd der abstirbet, so sol der elst vnder dien die danne bi vngeteiltem gute sitzend dem gotzhus sinen vall richten. hofrecht von Lufingen weisthümer 1, 304.
b)
der reflexive gebrauch des verbums in diesem zusammenhange (were aber, dasz sich der kinder keines von den geschwistergiten sunderte oder teilte. zschr. gesch. Oberrh. 6, 374) erzeugt ein particip mit intransitiver bedeutung: wa ein gotzhus man abgestirbet in der vorgeschribenen vogtye und ein elich kind hinder jm lat vnd das by siner muͦter ist, geteilt oder vngeteilt, nimet da die muͦter einen andern elichen man, vnd stirbet das kind darnach, hat denn dasselb varend guͦt, das erbet das gotzhus. aus der vogtei Hauenstein 1385 zschr. gesch. Oberrh. 6, 374; wo geswistergit mit getailter hant sitzent, yegleichs seiner hab besunder, da mag ir yegleichs sein hab wol gebn, und machen, oder an dem totpet schaffen, wem ez wil. Heumann cod. vetust. jur. 84.
c)
mit zurückdrängung der grundbedeutung macht sich der begriff des zu eigenthum gegebenen geltend, zugetheilt, eigenthümlich überwiesen, ererbt: lediges guet, daz geteilt sei und nicht lehen sei. Wiener stadtrechtbuch artikel 81 Schuster; und sol auch daszelb guet ledig sein, und sol auch getailtes erib sein, und schol auch nicht lechen sein, und auch ligen inner landes. artikel 90.
d)
die bedeutung abgetheilt geht von dem ausgetheilten grund und boden aus und haftet an den einzelnen grundstücken, denen es durch diese bezeichnung nominell die zugehörigkeit zu der gruppe aufrecht erhält, aus der sie gelöst wurden: vsser dem selben hof ist geteilet ein gütli, das man nemmet des bürgers guͦt, hat ein hus und ein hofstat, gilt jerlich 1 mutt kernen 2 mut habern und 2 schillinge. urbar von St. Blasien von 1359 zschr. gesch. Oberrh. 5, 116. hieraus entwickelt sich durch substantivierung das neutrum geteilit (vgl. oben): item ein vierden teil einer schuͦppos (schuopoze, f., ein kleineres grundstück Lexer 3, 824), die man nemmet Richenzen Vogtz schuͦppos, hât ein hofstat ze obrost in dem dorf, gilt jerlich 31⁄2 fiertel kernen, 1 vierdung und 6 visch, die buwet Ruͦdolf Vogtz ze erbe. item ein vierden teil einer schuppos, du ist Richenzen Vogtz schuͦppos geteilit (ein theilstück zu der schuppos des R. V.), gilt jerlich 31⁄2 fiertel kernen und 1 vierdung und 6 visch, das buwet nu Ulrich Stemli vnd sin swestern ze erbe. ebendort 5, 112. in demselben urbar wird ein getheilter maierhof beschrieben, dessen eines halbtheil an den bach und an die kirche grenzte, während das andere einerseits an diese beiden, andererseits 'an sin geteilit' stiesz. zsch. gesch. 5, 109; hier also kommt das moment wechselseitiger ergänzung ganz besonders deutlich zum ausdruck.
2)
auf solche privatrechtliche theilungen, wie sie bei erbschaften oder bei jedem gewinne, der auf mehrere fiel, das tägliche leben so oft bot, geht nun eine übertragene verwendung, deren entwicklung ganz in die sprache der dichtung fällt, deren zusammenhänge mit dem rechtsgebiet sich bald verwischt haben:
dô sprach der künic Gunther   'küneginne hêr,
nu teilt swaz ir gebietet.   und wær es dannoch mêr,
ich bestüend ez alleʒ   durch iwren schœnen lîp.'
Nib. 406, 2 Lachmann.
das object der theilung hat hier gewechselt, an stelle der materiellen güter ist etwas ideelles getreten, pflichten, leistungen. aber die verbalhandlung ist sich gleich geblieben: einer, der abtheilt, abwägt und zur wahl stellt, und ein anderer, der auf grund dieser schaustellung seine wahl trifft.
a)
geteiltez spil in den verschiedenen bedeutungen, deren das substantiv in der älteren sprache fähig ist, vgl. mhd. wb. 3, 25ᵇ. Benecke zu Iwein 4630. Wackernagel zschr. d. a. 2, 542. das unmittelbare vorbild gerade dieser verbindung liegt im romanischen jeu parti (vgl. Holland Chrestien von Troies 112), doch ist auch hierfür der boden in Deutschland wol vorbereitet gewesen:
si sprach 'ist er dîn herre   unde du sîn man,
wil er mîn geteiltiu   spil alsô bestân,
behabe er die meisterschaft,   so wird ich sîn wîp:
gewinne aber ich,   ez gêt iu allen an den lîp.
... den stein sol er werfen   und springen dar nâch,
den gêr mit mir schieʒen.   lât iu sîn niht ze gâch.
ir muget hie wol verliesen   die êre und ouch den lîp:
des sult ir iuch bedenken'   sprach daʒ minnecliche wîp.
Nib. 402 ff. Lachmann.
vgl. hiezu:
nû wol dan, welt ir die wârheit schouwen!
gên wir zuo des meien hôhgezîte!
der ist mit aller sîner krefte komen.
seht an in und seht an schœne frouwen,
wederʒ ir daʒ ander überstrîte;
daʒ beʒʒer spil, ob ich daʒ hân genomen,
owê der mih dâ welen hieʒe,
deich daʒ eine dur daʒ ander lieʒe,
wie rehte schiere ich danne kür!
hêr Meie, ir müeʒet merze sîn,
ê ich mîn frowen dâ verlür.
Walther v. d. Vogelweide 46, 21 Lachmann;
der rihter sprach 'ich wil dir ein geteiltes spil geben.
dv mvst vnder zwein eines nemen.
opfer Jovis dem edelen got
unde lebe nach sinem gebote,
alde wiltu dich niht bekeren,
so wil ich noch hüte alle din fründe an dir entteren.
Santa Cäcilia (nach einer handschr. des 14. jahrh herausg. von Schönbach) 1595 zschr. d. a. 16, 210;
der habe ein geteiltez spil, einweder .. oder, er habe die alternative. Würzburger sätze von 1343 § 33 Schmeller² 1, 600.
b)
vil wîser man nû hœre mir!
ein dinc, daʒ wol geteilet ist, daʒ wil ich teilen dir.
Reinmar v. Zweter (Hagen 2, 208ᵇ) Roethe 175;
ebendort vgl. s. 254 ff. über geteiltez spil.
c)
das getheilte Lexer 1, 943. nachtrag 204; quaere de cantationibus in choreis, de quaestionibus lascivis, von fragen oder getailten Schmeller² 1, 600;
'und bring ir dîne sicherheit
sô daʒ du leistes ir gebot:
oder nim allhie den tôt.'
'sol daʒ geteilte gelten,
sone wil ichʒ niht beschelten:'
sus sprach der künec von Brandegân.
Parzival 215, 13;
daz ich iezuo den verdampten in der helle ein geteiltez gæbe und spræche alsô 'ir verdampten, wederz wære in lieber, ob ir in der helle immer solten sîn, als ir doch müezet und daz ir alle die marter .. lîden soltet, die ir sust iezuo habet und daz ir daz antlütze unsers lieben herren gesehen soltet oder welt ir in dem himelrîche sîn, dâ die heiligen und engel inne sint und daz ir gotes antlütze nimmer gesehen soltet. Berthold v. Regensburg 2, 9;
'ich wil dir zwei geteilte geben,
diu doch beide hübsche sint',
so sprach (siu sprach? oder sô sprach (siu)?) 'werder minnen kint,
wellet ir eineʒ bestân?'
der grâve sprach: 'nu teilet an,
daʒ uns beiden wol an stê,
und niht krumbes dâ mit gê.'
diu küneginne sprach ze im:
'sich hêre, daʒ beste nim:
oberhalb der gürtel mîn,
wiltu, daʒ sol wesen dîn;
oder von der gürtel hin ze tal,
wiltu, daʒ nim überal.
und nimest dû daʒ beste teil,
daʒ wirt niht dîn unheil.
die heidin 1350 in v. d. Hagens gesammtabent. 1, 425;
daz got hinz im sante. ainen wissagen der hiez Gad. und der gab im driu sweriu getailten. und sprach also. aurora. ecce trium rerum tibi, rex, datur optio. altd. predigten 2, 27 Grieshaber; do underwant sich der grove von Schalun, daz er wolte degedingsman sin und wolte werben umbe einen friden zwischen kunig Rudolf (v. Habsburg) und dem groven von Burgünne. und do der grove von Schaluns fur den kunig kam und umbe fride rette, do gab inen der kunig drü geteilte: antweder daz sü von sime angesicht fluhent und sich wider in ire hüle leitent, oder daz sü mit im striten woltent, oder daz sü mit ime uberein kement noch allem sime willen. Closeners chronik von Straszburg d. städtechroniken 8, 52. ebenso 59. im singular ist das wort gerne mit dem indefiniten pronomen verbunden: ein getheiltes, ein geteilts, eine form, die noch in die neuhochdeutsche periode hereinreicht und mit den collectivbildungen auf eze sich berührt, vgl. getäfelts, vgl. gethierz:
der geiste sprach 'sich dar gar eben,
ích wil dir sagen, was esz ist,
ich wil dir ein gedeyltze geben
alhie in kurzer frist.'
gedichte auf Heinrich den Löwen 15. jahrh. Massmann denkm. 133;
jr herrn ich gib euch ein getailcz (pertido), das yeder man sein puln zaig. oder daz wir uns hie alsampt paden. tuet welichz ir wolt. italienisch-deutsches sprachbuch 60ᵇ Brenner.
3)
eine andere richtung nimmt die grundbedeutung des verbums in der participialform, die als attribut neben stoffen, geweben und kleidungsstücken verwendet wird. im dienste des kleiderprunks und der mode beherrscht dieses adjectiv das ganze mittelalter, bis es durch die landsknechtstracht der renaissancezeit in der anscheinend verwandten form des particips zerschnitten seinen nachfolger fand. wo mehrere stoffe verschiedener farbe aneinander genäht wurden, entstand das bild eines getheilten stoffes, getheilter farbe, getheilter kleider, und hieran stättigte sich die prachtliebe des mittelalters; die renaissancezeit dagegen brachte die sitte auf, den einen stoff durch schnitte und schlitze des andern hindurch zu ziehen.
a)
α)
vil guotiu kleider hetens an
von bunt und von samîte
an ietwederre sîte
geteilet gel unde rôt.
Wigalois 7300;
âvoy nu siht man sehse gên
in wæte die man tiure galt;
daʒ was halbeʒ plîalt,
daʒ andern pfell von Ninnivê.
dise unt die êrsten sehse ê
trugen zwelf röcke geteilt,
gein tiwerr kost geveilt.
Parzival 235, 13. vgl. mhd. wb. 3, 25ᵃ;
wan man hat wuocher gar so werd
darum sin menger begert
des vatter und muoter warent biderbluot
und begienent sich mit hacken und mit rüten
und hand im ain klain gelan.
da facht er mit wuochren an,
das kain sin vorder hat getan
und ist derselben lüt
und wil weder hacken noch rüten
und wil sich mit wuocher began
und treit geteilt hosen an
und tuot in aim langen mantel schwenken
und tuot lützel bedenken
das sich sin vatter mit eren began
und trug zwen alt stiffel an
und lisz sich da wol benügen.
Neustädter u. Wallersteinsch. handschr. zu des teufels netz 9085 ff. Barack 287 anm.
in dem buch der weisheit (Ulm 1485) bl. 44 ist 'ein getailt claid' halb weisz, halb schwarz abgebildet Schmeller² 1, 600. von den bewohnern der Canarischen inseln erzählt S. Franck: wie die vnsern getheylte kleyder etwa tragen, also lassen dise sich etwa so sye prangen wöllen, an dem leib malen, mit safft, grün, rot, vnd geel, daz ist ein wohlstand bey yn. weltbuch (1538) 212ᵇ. verordnungen über und gegen getailte klaider, getheilte hosen, getailte hüte s. bei Schmeller² 1, 600; sie hatte einen getheilten rock an, denn solche röck trugen desz königs töchter weil sie jungfrauwen waren (kurz nachher heiszt es von diesen röcken: den bunten rock). buch der liebe 294, 4. vgl. 2. Samuel 13, 18; der hauptmann liesz mich kleiden mit getheilten hosen und wammisz die ein seiten weisz, die ander rot und blaw, wie sein farb was. F. Platter 131 B. vgl. theil 11, 356;
die gtheilten federn schon an mir,
dienen zum schmuck vnd hofes zier.
B. Waldis Esop 2, 57, 9 Kurz.
β)
mit der mitte des 16. jahrh. beginnt brauch und wort aus dem lebendigen verkehr zurückzutreten, es wird von der mode der zerschnittenen kleidungsstücke verdrängt. Andreas Musculus kämpft in seinem hosenteufel (1555) nur gegen die letzteren und auch Fischart macht von unserm wort bei der beschreibung der kleidung des Gargantua keinen gebrauch mehr. dagegen hält sich der brauch in der beschränkung auf einzelne stände:
zu Maintz war ein reicher thumbpfaff,
der het vor seiner thür ein aff,
die het ein rock getheilt von stücken,
ein narrenkappen auff dem rücken.
B. Waldis Esop 4, 26, 3 Kurz;
dergleichen ein scherg oder büttel an seinem theilten oder farb im ermel zu erkennen ist. Paracelsus 6, 329. die amtsdiener der schweizerischen abgeordneten tragen noch solche zweifarbige livreen. Schmeller² 1, 600.
γ)
die wörterbücher natürlich lassen das wort ein längeres leben fristen, als ihm in der that zukam: geteiltz cleid in mancherley farb, polimita. vocab. incipiens teut. (Hupfuff 1515) i 3ᵇ; geteilt kleid, synthesis, geteilt von farben, varius Maaler 177ᶜ. genau so Henisch 1585; getheilt kleid, von vil farben, vestis discolor Jun. nomenclat. von 1629 (Schmeller).
b)
wie die eigentlichen kleidungsstücke so waren auch die verwandten schmuckstücke getheilt: binden, banner und schilde. hieraus entwickelte sich der heraldische gebrauch des adjectivs:
diu banir was alsus gevar,
geteilet wîʒ unde rôt.
Wigalois 10480;
wann ich sage, der schild ist gespalten, schwarz und gold .. so weisz der herolt leicht, das der schild in zwey gleiche theil von oben abgesondert, und die erstbenante farbe zur rechten seiten befindlich. ist aber der schild getheilet silber und grün, gold und blau .. so versteht er wieder, dasz die linie gleich durchgehe, und die erstbenante farbe zu dem obern feld gehöre. Harsdörffer gesprächspiele 3, 165; getheilt (quergetheilt) wird ein schild oder ein feld durch wagerechten schnitt. Querfurth kritisches wb. der heraldischen terminologie 52; getheilt (terme de blason) von der linken oberecke hinab zur rechten unterstelle getheilt, éclopé Rondeaux - Buxtorff 252. in der heraldik spielen auch die getheilten figuren hier herein, vgl. Querfurth 53: ein von roth und grün getheilter löwe u. a., getheiltes schildeshaupt s. ebendort.
c)
verwandt mit diesen verwendungen, jedoch ohne eine ähnliche entwicklung zu erzielen, ist geteilt in bezug auf die haartracht:
ain bruder gra
mit aim getailten langen bart.
H. v. Sachsenheim mörin 691 Martin.
4)
wissenschaft, kunst und technik machen ebenfalls von dem particip vielfachen gebrauch und geben der grundbedeutung des verbums neue richtungen.
a)
partitus, getheilt, sagt man von einem blatte, blumenkelche oder von einer blumenkrone, wann sie beynahe bis an ihre grundfläche in mehrere stücke zertheilt sind. onomatologia botanica (1773) 6, 813; getheiltes krystallsystem vgl. theilflächtiges (halb-, viertelflächtiges) system. Thiel landwirtsch. lex. 4, 406.
b)
dea gateiltun stimma, divisas voces Graff 5, 409; getheiltes accompagnement, bei der generalbaszbegleitung die gleichmäszige vertheilung der accordintervalle an beide hände, so dasz nicht die linke hand den grundbasz allein und die rechte die drei oberstimmen, sondern jede der beiden hände zwei stimmen auszuführen hat (vgl. Ph. E. Bach versuch über die wahre art das klavier zu spielen² II cap. 32, 10). Mendel musikal. conversationslex. 4, 228; divisi, getheilt, zeigt in den stimmen der streichinstrumente an, dasz die unter dieser bezeichnung stehenden doppelgriffigen stellen nicht von einem sondern von zwei spielern, deren einer die höheren, der andere die tieferen noten übernimmt, ausgeführt werden sollen. diese vorschrift kommt natürlich nur in orchesterwerken vor, weil zwei spieler dieselben gewöhnlich aus einer stimme und einem pulte ablesen. Mendel 3, 186.
c)
α)
getheilte thür, die zweyfach auff einander geht, valva Dasypodius Q 6ᵃ.
β)
getheilt, ein ausdruck, der in der fachsprache der orgelbauer in verschiedenen zusammensetzungen und dadurch bedingten verschiedenen bedeutungen vorkommt. Mendel 4, 228; getheilte wellen (gebrochene wellen); getheilte registerzüge, laden, parallelen, schleifen, stimmen, hauptkanäle. ebendort.
γ)
getheilte walze, vgl.gelenkwalze, gegliederte walze Thiel landwirtsch. lex. 4, 406.
5)
übertragungen der grundbedeutung.
a)
getheilt feuer, das wärt nicht lang,
getheilte macht hat keinen bestand
inconstantia desolat, constantia jungit.
Henisch 1585.
b)
untersceitota giteilto, distincte. glossen zu Gregors homilien Steinmeyer-Sievers 2, 265; er sol die sinne recht taylen, so wirt er gewis. cod. germ. mon. 234 bl. 124 Schmeller² 1, 600.
c)
getheilter schmerz ist halber schmerz, getheilte freud' ist doppelte freud, in due diviso ogni tormento è più leggiero; chagrin partagé, chagrin diminué; plaisir partagé, plaisir doublé. Wander 4, 267. das sprichwort ist in der deutschen sprache jüngeren datums, in den sprichwörterbüchern des 17. jahrh. ist es nicht gebucht. zu der anschauung, aus der heraus es entstanden ist, vergleiche:
ist wohl der ein würdiger mann, der, im glück und im unglück,
sich nur allein bedenkt, und leiden und freuden zu theilen
nicht verstehet, und nicht dazu von herzen bewegt wird?
Göthe (Herm. u. Dor.) 40, 249;
das hertz bedarf ein zweites herz:
getheilte freude ist doppelt freude,
getheilter schmerz ist halber schmerz.
Tiedge Urania 4, 223.
d)
α)
fühlt auch das herz sich im verlust
gespalten und getheilt,
gieb willig, was du geben muszt,
und jede wunde heilt.
Platen resignation, werke (1847) 1, 96;
den du den hort der deinigen geglaubt,
er ist ihr feind, ihr unterdrücker jetzt.
du aber stehest mit getheiltem herzen
inmitten doppelseitigen verbands.
Uhland herzog Ernst 3;
als ich neuerlich die ehre hatte, über das bayerische strafgesetz zu reden, da konnte ich nur mit getheilter empfindung sprechen. Treitschke (reichstag 29. nov. 1871) reden s. 47.
β)
angstvoll blickte das getheilte Europa auf diesen kampfplatz hin, wo sich die kraft beider streitenden mächte .. fürchterlich sammelte. Schiller (30 jähr. krieg) 8, 272; einen offenen sinn, ein erweitertes herz, einen frischen und ungeschwächten geist musz man dazu mitbringen, welches keineswegs der fall derjenigen ist, die durch abstraktes denken in sich selbst getheilt, durch kleinliche geschäftsformeln eingeengt, durch anstrengendes aufmerken ermattet sind. Schiller (naive u. sentimentalische dichtung) 10, 506; so viel habe ich indesz gleich nach der ersten erscheinung ihrer schrift vernommen, dasz die urtheile darüber sehr getheilt sind. Schiller (an Schelling) br. 6, 151 Jonas.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4373, Z. 74.

theilen, teilen, verb.

theilen, teilen, verb.,
eine ableitung von theil: goth. dailjan, ahd. teilan (aus teiljan) teilen deilen, mhd. teilen, alts. dêljan, nd. deelen, ags. dælan, altn. deila, dividere, partiri, dispartire.
1)
theile machen, ein ganzes in zwei oder mehrere (gleiche oder ungleiche) theile zerstücken, zerlegen, zertheilen, dividere, partiri Dief. 188ᵇ. 414ᶜ.
a)
abs. wie er (der teufel) teilende (= teiler) wirt Berth. v. Regensb. 2, 169, 33; gelîche teilen. Walther 69, 11; gleich ungleich teilen, in partes aequales, inaequales partiri Stieler 2267;
feuer theilt: es giebet wieder
an die luft, was ihr gebührt.
Brockes 1, 377.
b)
transitiv.
α)
auseinander, entzwei theilen, zertheilen: die taube, die im fluge die luft theilt. Kant 2, 41;
der adler, der die wolken theilt.
Göthe 7, 159;
und den nebel theilt sie leise,
der den blicken sie verhüllt.
Schiller 11, 294;
und drauszen hört man schon ein tausendstimmig heulen
mit wachsendem getön die bangen lüfte theilen.
6, 361;
und es hielt' das gedräng' keines der liebenden auf,
schnell wir theilten das volk, wir kamen zusammen.
Göthe 1, 313.
β)
genauer etwas von einander, in zwei (= entzwei), in drei u. s. w. theile theilen. Graff 5, 407: theile es (das meer) von einander. 2 Mos. 1416; teil den hauffen von einander. Eulensp. 36 (24) neudr., mitten entzwei ebenda;
in siben löck ist theilt mein (Simsons) har.
H. Sachs 10, 209, 3.
arithmetisch theilen (dividieren) lehret eine zahl in etliche gleiche theile theilen. Reymer landrechn. C 2ᵃ.
γ)
mit farben theilen, variare Maaler 399ᶜ, mit farben getheilt oder blosz getheilt zwei-, verschiedenfarbig:
der schwantz (des pfauen) mit farben theilt und spiegelt (= getheilt und gespiegelt).
Waldis Es. 1, 66, 6;
die getheilten federn schon an mir (der elster)
dienen zum schmuck und hofes zier.
2, 57, 9;
getheilte oder halbierte farben (der kleidung, s. farbe 4), getheilte kleider, die aus stoffen von verschiedenen farben zusammengesetzt sind:
(sie) truogen zwelf röcke geteilet.
Parzival 235, 13;
(das gewand) was geteilet und gesniten
z'einander von zwein tuochen rîch (vgl. unterschneiden).
Konrad troj. krieg 2930;
die het ein rock, getheilt von stücken.
Waldis Es. 4, 26, 3;
der hauptman liesz mich kleiden mit getheilten hosen und wammisz, die ein seiten weisz, die ander rot und blaw, wie sein farb was. F. Platter 131 B.; dergleichen ein scherg oder büttel an seinem theilten rock oder farb im ermel zu erkennen ist. Paracelsus 6, 329.
c)
reflexiv sich theilen, dividi: sich in zwei (nämlich teile, stücke) teilen. Graff 5, 407;
sus teilent sich diu mære (die dinge).
Parz. 116, 10;
das wasser teilt sich auf beide seiten, das sie trocken durch hin giengen. 2 kön. 2, 8; die straasz teilt sich in zwei wäg. Maaler 399ᵈ;
wo ost und west sich theilen.
Brockes 1, 294;
hilf, dasz ich mich nicht theil, und bleibe gantz an dir,
auf dasz du, höchstes gutt, mögst bleiben auch in mir.
Logau 1, 1, 6.
2)
spalten, trennen (als theil), sondern, scheiden, eigentlich und übertragen.
a)
transitiv: das man die zwei, liebe und glauben, nicht untereinander werfe, sondern fein rein teile. Luther 6, 56ᵃ; sie fuhren noch immer fort, den senat zu theilen (s. theil 2, a) und das feuer der zwietracht zu unterhalten. Schiller 7, 136;
deine (der freude) zauber binden wieder,
was der mode schwerd getheilt
(var. was die mode streng getheilt).
4, 1;
keine sterbliche begierde
theilt diesen busen mehr.
5, 2, 450 (don Carlos 5, 11);
wie es öfter geht,
wenn uns zwei leidenschaften theilen.
Wieland Klelia u. Sinibald 2, 131.
theilen von: es ist nichts auf erden, das mich von dir theilen kan. buch der liebe 148ᶜ; das, so wenig Christus kan vom vater getrennet und gesondert werden, so wenig müge die christenheit und ein jglich christenglied von im geteilet werden. Luther 6, 201ᵇ;
das ich bin getheilt von Lucar,
welcher zuvor mein gemahl war,
und bin Frigio zugesprochen.
Ayrer 1558, 32.
voneinander theilen: werden beide gefangen, und von einander getheilet, Theagenes gen Babylon geführt, Chariclia gen Chemis. buch der liebe 199ᶜ; ich wil dir anzeigen, was ich und Theagenes mit einander beschlossen, ehe dann wir von einander getheilet sind worden. 205ᵈ.
b)
reflexiv:
sich teilte daʒ gesinde (ging nach verschiedenen seiten auseinander).
Nib. 571, 1;
sich teilten dô die recken, der zweier künege man.
581, 3.
sich von einander, sich seitab theilen: darnach hat sich der margraf Casimir und her Jerg truchses von einander than und sich getailt, und ist her Jerg zogen mit dem schwäbischen heer auf Nierenberg zuͦ. Baumann quellen 1, 635;
armut ist wie aussatz arg; niemand greift sie an zu heilen;
ieder wil sich nur seitab, wo die armen stehen, theilen.
Logau 3, 6, 44.
c)
partic. getheilt, (in parteien) gespalten, uneins, schwankend: die stadt, welche durch innerlichen zwiespalt getheilt war (s. theil 2, a). Heilmann Thuc. 965; angstvoll blickte das getheilte Europa auf diesen kampfplatz hin, wo sich die kraft beider streitenden mächte ... fürchterlich sammelte. Schiller 8, 272; indem die regentin, zwischen dem königlichen willen, dem dringenden anliegen ihrer räthe und ihrer eigenen furcht getheilt, nichts entscheidendes zu beschlieszen wagt. 7, 120; in sich selbst getheilt. 10, 506;
ich geh jetzt, um für dich
die noch getheilten stimmen zu vereinen.
15, 1, 37 (Phädra 2, 2);
getheilte ansicht, meinung u. dgl.
3)
zertheilen zum zwecke einer auswahl, auslosung oder vertheilung der gemachten theile.
a)
mhd. teilen, ein spil teilen (franz. partir le jeu), zweierlei oder mehrerlei zur wahl vorlegen (mit oder ohen dativ der person) wb. 3, 25ᵇ. Lexer 2, 1416; nhd. ich gib euch ein getheilts vor (die alternative), das ir mir gegen Reinharten mein leben bewerent, ... oder aber ich thuͦ euch uber die fenstern abe werfen. Aimon C 3.
b)
ein erbe, ein gut u. s. w. theilen:
wie in (den hort) wolten teilen   der Niblunge man.
Nibel. 90, 3;
die edelen fürsten junc
den schatz in bâten teilen.
92, 3;
swâ zwêne oder mêr ein guot teilent, dâ sol der eltere teilen (die theile machen), der iungere welen (die wahl treffen). Schwabenspiegel cap. 26; wo zweene man ein erbe nehmen, dasz der älteste teilen und der jüngste kiesen soll. kursächs. constitut. vom j. 1572 (p. III, constit. 15); rechtssprichwort: der ältere theilt, der jüngere kieset, s. Hillebrand nr. 201; da ... teileten sie seine kleider und warfen das los. Matth. 27, 35 (si teilten im sein gewand. cod. Tepl.); man sol das land durchs los teilen. 4 Mos. 26, 55; die welt ist unrecht getheilet. sie musz anders getheilet werden. und ihr müszt auch noch ein stück von der welt haben. Schuppius 245; sie haben meine kleider unter sich geteilet. Matth. 27, 35 (si teilten in mein gewant. cod. Tepl.); theilt sie (die grafschaft) unter euch. Schiller 2, 335 (räub., trauersp. 5, 8);
(der erzbischof) soll eine hostie theilen zwischen dir und ihm.
13, 253 (jungfr. von Orl. 3, 2);
das erbe des vaters mögt ihr theilen. Freytag ges. werke 9, 125; mit dativ der person, absolut:
alsô hân ich geteilet schiere uns beiden (so dasz jeder sein theil bekommen hat).
minnes. 1, 89ᵃ;
transitiv:
ich teile ir liute unde lant.
Iwein 7715;
und der jüngste (der zwei söhne) sprach zu dem vater, gib mir das teil der güter, das mir gehört. und er teilet inen das gut (goth. jah disdailida im svês sein). Luc. 12, 15;
weil es ie nit kan anderst sein,
so will ich euch teilen mein gut.
H. Sachs 11, 220, 35.
4)
zu theil werden lassen, zu-, austheilen, geben:
a)
absol. goth. sa dailjands, ὁ μεταδιδοὺς (der da gibt cod. Tepl., gibt jemand Luther) Röm. 12, 8; ahd. die alsô teilent .. unde almuosen gebent. Notker 49, 5.
b)
transitiv:
ein kus, den Judas teilte.
Parzival 321, 11;
mit dativ der person:
(das geld) er teilte âne wâge   sînen friunden.
Nib. 316, 2;
zu hûse er in lieblîchen nam
unde teilte im gûtlîche sîn brôt.
pass. 296, 65 Hahn;
es sein zwar die gemeine gutthaten einem jeden nicht zu theilen. Schuppius 795.
5)
mit jemandem etwas (zur hälfte) theilen, woran theilnehmen oder theilnehmen lassen (auch von der inneren theilnahme).
a)
absolut:
über alles glück geht doch der freund,
der's fühlend erst verschafft, der's theilend mehrt.
Schiller 12, 375 (Wallenst. tod 5, 3).
b)
transitiv:
komm, folge mir, und theile was ich habe.
Göthe 9, 20 (Iphigenia 1, 3);
die hoffnung nährst du,
des stolzen mannes hand und herz zu theilen.
7, 154;
sie theilte das verlangen,
das meine brust empfand.
Gotter 1, 28;
und niemand war,
der seinen kummer theilte.
351;
(dasz sie) die freude dieses festes theilen.
233;
getheilte freud' ist doppelt freude,
getheilter schmerz ist halber schmerz.
Tiedge Urania 4, 250. Wander sprichw. 4, 267;
(er) theilt die schwere beleidigung, die dir
widerfahren.
Schiller 15, 2, 479;
zu viele sinds, die das geheimnisz theilen.
14, 333 (Tell 2, 2).
c)
mit einem etwas theilen (vgl. mittheilen).
α)
absolut: man theilet itzt wünderlich mit den armen predigern ... man theilet mit ihnen, gleich wie jener in den fabulis Aesopi mit dem Mercurio einen pact machte, dasz er alles, was er funde, dem Mercurio die hälfte geben wollte u. s. w. Luther tischr. 1, 45;
(er klagt,) die sonne theile
so ungleich mit der nacht.
Wieland Gandalin 5, 50;
sie wollen mit mir theilen und ich meine,
dasz ich mit ihnen nichts zu theilen habe.
Göthe 33, 246.
β)
transitiv:
und sî mit iu geteilet   lîp unde guot.
Nibel. 126, 3;
wir suln ouch mit in teilen ...
lant unde bürge.
639, 1;
sage meinen bruder, das er mit mir das erbe teile. Luc. 12, 13;
dasz er Nortwegen, das königreich,
mit ihm solt theilen eben gleich.
H. Sachs 16, 321, 8;
was im gewündscht ward, das behalt er allein, mit mir sol ers nicht theilen. buch der liebe 20ᵃ;
soll ich mit dir das zimmer theilen.
Göthe 12, 66 (Faust 1238 Weim.);
erlaubt, dasz ich nach altem hausgebrauch
den frühtrunk erst mit meinen knechten theile.
Schiller 14, 307 (Tell 2, 1);
so die fraw für schentliche achtet, ir lieb mit mehr männern zu teilen. A. v. Eybe 5ᵇ; freude, schmerz mit einem theilen. Klinger 2, 134; solt er tugend mit ihm zu theilen haben? Schiller 3, 83 (Fiesko 3, 2); mit wem kann ich meine herrlichkeit theilen? 123 (5, 13); er sollte mit vornehmen und reichen leuten die langeweile theilen. Göthe 17, 25. — nichts mit einem theilen, mit ihm nichts gemeinsam, nichts zu schaffen haben: denn wir können nichts mit einander zu theilen haben. Siegfr. v. Lindenberg (1784) vorr. s. 13, in der zweiten ausg. 1781: nichts mit einander auszumachen haben;
Tell zu Parricida. nichts theil' ich mit dir — gemordet
hast du, ich hab mein theuerstes vertheidigt.
Schiller 14, 420 (Tell 5, 2).
theilnehmen lassen, mittheilen (auch im sinne von mittheilen 4): dasz gott sein gottliche gnade mit ir theilen wolt. Galmy 252. deutsche volksbücher 271, 11. 22 Bachmann-Singer; das du din erbermd mit uns teilest. 292, 22;
(ich) will mit dir theilen hilf und rath.
Waldis Es. 1, 20, 6;
dasz es (das geheimnis) mit jedermann den groszen vorsatz theilet,
der schon von haus zu haus, von ohr zu ohren eilet.
Lessing 3, 349.
γ)
reflexiv sich (mit einem) in etwas theilen:
(sie beschlossen,) sich schwesterlich in ihn zu theilen.
Wieland 18, 198;
wählt euch die personen und verhältnisse, wie ihr sie am liebsten (brieflich) beschreibt. theilt euch darein (in die beschreibung). Göthe 21, 108; so war das herz des fürsten sein, ehe sich G. auch nur träumen liesz, dasz er sich mit einem andern darein theilte. Schiller 6, 108.
6)
rechtlich (in der ältern sprache) s. v. a. erteilen, urteilen, durch urtheil entscheiden, zuerkennen, auferlegen. mhd. wb. 3, 24ᵇ. Lexer 2, 1416: den krieg teilen, einen streit, eine streitsache als schiedsrichter entscheiden, sequestrare Dief. 529. Schm.² 1, 600; und was darinnen nach ausweisung unsers stadtbuchs ... geteilt und erkant. Erfurter stadtordn. D 2ᵇ; mit dativ der person: dem diebe deilt man den galgen. weisth. 1, 547 (vom j. 1383, Eltvill); es sei ihm denn zuvor durch urthel und recht getheilet und auferlegt. Breslauer gerichtsordnung (vom j. 1521) 51.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 356, Z. 3.

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Zitationshilfe
„getheilt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getheilt>, abgerufen am 06.12.2021.

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