Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getrapp, geträpp, n.

getrapp, geträpp, n.,
verbalsubstantiv zu dem aus dem mittel- und niederdeutschen sprachgebiete herrührenden trappen (s. d.), einer nebenform zu trampeln. die ältere sprache bevorzugt umgelautete form, die neuere umlautslose anlehnung an das verbum.
1)
das schaf förchtet den wolff über die masz vnd darzuͦ das getrepp seiner eignen füsz, als vor gesagt ist (an dieser stelle steht die form getreppel, s. u.). vnd die waren rechten schaf Christi, sollent sein forchtsam, vnd förchten von auszen den hellischen wolff, und von innen sollent sie förchten das getrepp irer füsz, das ist ir vnordenlichen hertzigungen. wan die gerechten mönschen förchten nit minder das getrepp irer innerlichen gedenck, weder die auszerliche anfechtung. G. v. Keisersberg das irrig schaf A 7ᵃ.
2)
getrapp der pferde. Schottel 635.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4425, Z. 60.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
gestipft getüche
Zitationshilfe
„getrapp“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getrapp>, abgerufen am 08.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)