Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getreffen, verb.

getreffen, verb.,
verstärktes treffen (s. d.), ebenfalls vereinzelt in der älteren dichtung, jedoch auch in der älteren rechtssprache aufzuweisen; vgl. mhd. wb. 3, 91ᵃ. Lexer 1, 947:
daʒ si niht versinnent sich,
waʒ liebe sî, des haben undanc!
sie getraf diu liebe nie.
die nâch dem guote und nâch der schœne minnent, wê wie minnent die?
Walther 49, 35 Lachmann;
sulcher lere si im bot
so vil unz er getraf den stic,
daʒ er verlie sinen kric
und iach iren worten na.
'werlich', sprach er 'Cecilia,
du hast daʒ recht wol uʒ geleit.
swer nicht der edeln warheit
geloubet, als du sprichest hie
der ist genzlich ein vie.'
pass. 634, 19 Köpke;
für jeneme an den dat gut dript (als erbe zufällt) hat die Breslauer version des Sachsenspiegels (2, 59) getriffet (handschr. getrittet).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4449, Z. 84.

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gestipft getüche
Zitationshilfe
„getreffen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getreffen>, abgerufen am 27.11.2021.

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