Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getreidebörse, f.

getreidebörse, f.,
junge bildung, bezeichnung einer unterart der productenbörse. in den börsenordnungen tritt gewöhnlich nur die letztere benennung in den vordergrund, dagegen musz das bedürfnis des täglichen lebens frühzeitig dazu geführt haben, den getreidemarkt (s. d.), sofern er eine unterabtheilung der börse bildete, auch nominell mit ihr in beziehung zu setzen. in die litteratur dringt unsere zusammensetzung in verbindung mit bestrebungen ein, die gerade den von ihr gekennzeichneten theil des börsentreibens in die öffentlichkeit zogen: doch auf den börsenspekulanten, auf den handel an der getreidebörse kommt auch das wort vom kameel und dem nadelöhr zur anwendung. Treitschke deutscher reichstag 20. mai 1879; die börsenenquetekommission hatte zunächst nur ein register für waaren vorgeschlagen, wobei sie natürlich vornehmlich die Berliner produktenbörse, also die getreidebörse im auge hatte. Graf v. Kanitz deutscher reichstag 9. jan. 1896; getreidebörse corn or grain-exchange Eitzen 317; vgl. kornbörse theil 5, 1821.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1898), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 4476, Z. 47.

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Zitationshilfe
„getreidebörse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getreideb%C3%B6rse>, abgerufen am 07.12.2021.

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