Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getreidebedarf, m.

getreidebedarf, m.,
eine zusammensetzung, der das entsprechende adjectiv zeitlich vorangeht (vgl. getreidebedürftig): allerdings ist die letzte ernte theilweise ungenügend ausgefallen; wenn aber einzelne lebensbedürfnisse im preise gestiegen sind, so genügt doch die freie thätigkeit des handels, mit hülfe der erweiterten communicationsmittel den in einigen gegenden fehlenden getreidebau zu ergänzen. preuszische thronrede zum 15. januar 1866; es ist ja in der gesammten finanzreform bisher nicht unsere absicht, dem getreidebedarf in seiner gesammtheit eine höhere finanzielle leistung abzufordern, als bisher Bismarck reden (21. mai 1879 deutscher reichstag) 8, 65. an anderen stellen folgt Bismarck auch hier seiner vorliebe für das volkstümlichere korn (kornbedarf 8, 65. 99 u. a.); in denen Deutschland so viel getreide geerntet hatte, dasz es nach der autorität unserer besten sachverständigen seinen getreidebedarf allein hätte decken können v. Kardorff deutscher reichstag 17. januar 1896.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1898), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 4475, Z. 65.

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Zitationshilfe
„getreidebedarf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getreidebedarf>, abgerufen am 06.12.2021.

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