Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getreidegülte, f.

getreidegülte, f.,
alte bildung, die namentlich in mundartlichen formen auftritt. vgl. fruchtgülte th. 4, 1, sp. 273, korngülte theil 5, 1825; am mittwoch hat man de alte kirch zu s. Otten auf dem Preprun abgebrochen, ein ser alt gebew, gehöret dem brobst zu Perchtesgaden, hat ein gestiffte mesz, ein traydgült zu Nidrntraubling, waitz, khorn, habern und gersten. L. Widmann chronik v. Regensburg d. städtechroniken 15, 230 u. a. ebenso bei Aventin: nam der könig ein mal ein das ungelt, von getreid güld auch nur ein mal, ein schaff weitz. chronik, Frankfurter ausgabe 479ᵃ, in den älteren ausgaben (vgl. werke V 424) steht traidgült. die schriftform der zusammensetzung begegnet auch in späteren wörterbüchern, die dabei auf concurrenzbildungen verweisen: getreidegülte v. fruchtgülte Schwan (1811) 439; getreidegülte rent paid in corn siehe fruchtgülte Hilpert 460.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1898), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 4480, Z. 15.

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gestipft getüche
Zitationshilfe
„getreidegülte“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getreideg%C3%BClte>, abgerufen am 28.11.2021.

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