Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getreidehaus, n.

getreidehaus, n.,
nebenform zu dem alteingewurzelten kornhaus th. 5, 1826 und dem vereinzelten fruchthaus th. 4, 1, sp. 273. unsere bildung erscheint frühzeitig in mundartlicher form in derselben gegend, in der das simplex heimisch ist, sonst gehört es mehr dem schriftstil der sprache an:
1)
item in disem jar 1494 ward das traidhaus zwischen alt Nürnberg und Luginszlandt angefangen zu pauen und wurd im jar auszgepawen. Tuchersche fortsetzung der Nürnberger jahrbücher. deutsche städtechroniken 11, 506.
2)
das getreidehaus, le magasin Schwan (1782) 739 (fällt in der ausg. von 1811 weg); so befiehl nun deinen knechten, welche über deine getreidehäuser gesetzt sind, dasz sie auf das erste feld legen ein weitzenkorn, auf das andre zwey, auf das dritte vier, auf das vierte acht, und so immer auf das nächst folgende noch einmal so viel als auf das vorhergehende. Wieland (älteste zeitkürzungsspiele) 24, 107 (im weiteren verlauf wird nur das wort kornhaus gebraucht); getreidehaus, a corn magazin, granary Hilpert 460; getreidehaus s. magazin. Thiel 4, 412; die zinsfreie hergabe von 3 millionen, welche der preuszische landtag für die erbauung von getreidehäusern bewilligt hat. graf v. Schwerin 10. märz 1897.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1898), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 4482, Z. 17.

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Zitationshilfe
„getreidehaus“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getreidehaus>, abgerufen am 07.12.2021.

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