Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getreidekauf, m.

getreidekauf, m.,
vereinzelt und mehr in den mundartlichen formen neben dem alteingewurzelten kornkauf (vgl. theil 5, 1829) verwendet; vom getraydkauff handelt das 3. capitel des 6. buches der Henneberg. landesordnung, das bestimmungen über den getreidehandel enthält. ähnlich in den österr. weisth.: der stattrichter solle .. bei denen pöken visitieren, ob jedes mall nach gestalt des traitkaufs dasz brott dem erforderten gerechten gewicht und güete gemesz gebacken .. werde. instruction für die bürger zu Gmünd 1708, österr. weisth. 6, 457; nach gelegenheit des draitkaufs. marktordnung von Vorau 1603, ebendort 116 u. a. aus neuerer zeit ist das wort in einer verordnung der bairischen regierung von Unterfranken gebraucht: getreidemäkler und getreideschmuszer dürfen sich in getreidekäuf auf den schrannen und getraidmärkten nicht einmischen. intelligenzblatt von Unterfranken und Aschaffenburg 14. novemb. 1850 (s. 880). für das thüringische vgl. getreidichkauf.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1898), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 4482, Z. 59.

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gestipft getüche
Zitationshilfe
„getreidekauf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getreidekauf>, abgerufen am 01.12.2021.

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