Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

getreidemagazin, n.

getreidemagazin, n.,
vgl. fruchtmagazin th. 4, 1, sp. 276; kornmagazin theil 5, 1828; alsdann musz für die ärmere klasse in städten durch ein wohlgeordnetes getreidmagazin gesorgt werden. vorschlag zu einem städtischen getreidmagazin (München 1795) 5; man sagt zwar mit vielem grunde, magazine in einem fruchtlande, wie Baiern ist, nützen nicht viel, oder vielleicht gar nichts, weil das ganze land Baiern selbst ein wahres getreidmagazin ist, sobald der ackerbau nicht muthwillig unterdrückt wird. 6; verhindert man nun diesen in mehrern betracht billigen und für die ganze gesellschaft ersprieszlichen gewinn ... so wird jeder sein capital vom getraidmagazin wegziehen, und es auf andere sichere handelszweige anwenden. über den freyen getraidehandel (Leipzig 1804) 101; es wäre also allerdings zu wünschen, dasz man ein zuverlässiges und demnach weniger heftiges mittel ausfündig machte, theuerung zu verhüten, und schon glauben viele dieses mittel in der anlegung öffentlicher getreidemagazine gefunden zu haben Barckhausen polizey des getreidehandels (1804) 112; unter getreidemagazin verweist Jacobs- son 5, 663ᵃ auf kornmagazin, Thiel 4, 413 auf getreidehaus, getreidehalle, kornhalle, kornspeicher; Strassburg soll aus seinem getreidemagazin 1501 ganz Schwaben mit korn versorgt haben. Naudé die deutsche städt. getreidehandelspolitik 20.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1898), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 4483, Z. 75.

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Zitationshilfe
„getreidemagazin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getreidemagazin>, abgerufen am 09.12.2021.

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