getrommel n.
Fundstelle: Lfg. 1 (1898), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 4543, Z. 69
verbalsubstantiv zu trommeln (s. d.), junge bildung: krieg! krieg! wiszt ihr auch, was ihr ruft? dasz es euch leicht vom munde geht ist wohl natürlich; wie lumpig aber unser einem dabei zu muthe ist, kann ich nicht sagen. das ganze jahr das getrommel zu hören; und nichts zu hören als wie da ein haufen gezogen kommt und dort ein andrer. Göthe (Egmont 1, 1) 8, 177;
viel getrommel und wenig soldaten.
Wander 1, 1641;
eine ähnliche erscheinung erzählt A. v. Humboldt in seiner reise: abends gegen 7 uhr am 20ten hornung 1803 wurde die ganze schiffsmannschaft durch ein auszerordentliches geräusch erschreckt, welches dem getrommel in freier luft glich. Oken allgem. naturgesch. 6, 249; als ich erwachte, schien die sonne wieder wie gewöhnlich durch das fenster, auf der strasze ging die trommel ... unterdessen ging das getrommel auf der strasse immer fort, und ich trat vor die hausthür. Heine buch Le Grand cap. 6; in den Niederlanden und in Italien gab es dann zwischen den kriegenden parteien .. noch viel getrommel und geschiesze. J. Scherr Blücher 1, 49; getrommel, das, drumming Fick 177; getromms n., das getrommel, le tambourinage Gangler lexicon der Luxemburger umgangsspr. 179.
Zitationshilfe
„getrommel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/getrommel>, abgerufen am 15.11.2019.

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