glücksmann m
Fundstelle: Lfg. 3 (1941), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 381, Z. 33
1)
wie glückskind einer, der stets glück hat, vgl. dän. lykkemand, rhein. glücksmännes rhein. wb. 2, 1286: als ein leichter glükksmann durch die hohe gnade seines fürsten zu ehren erhaben Harsdörffer frauenzimmergesprächsp. 5 (1645) b 3ᵃ;
(der pfaffe Neidhart) ist ein glücksman, gewinnet ser
(1521) bei Liliencron hist. volkslieder 3, 372;
von dem glücksmann Augustus D. Fr. Strausz ausgew. br. (1895) 348; es gibt männer, deren ganze erscheinung uns sogleich den angenehmen eindruck vollkommener sicherheit erweckt ... herzlich gern möchten wir solch einen glücksmann immer auch ein wenig in unsere sorge und gefahr verflochten sehn Mörike w. ²2, 393 Maync.
2)
auf ein einmaliges glück bezogen, derjenige, der über ein günstiges ereignis glücklich ist:
glücksrad schnurrt, nur kupferling fliegt, froh lachet der
über die schulter der frau glücksmann
Franz v. Sonnenberg Donatoa (1806) 1, 468;
heute darf er (der musikant) fröhlich hoffen,
ist ein glücks- und ehrenmann,
alle herzen stehn ihm offen,
alle augen schaun ihn an
Hoffmann v. Fallersleben ges. w. (1890) 2, 61.
3)
neuerdings bezeichnung der losverkäufer für verschiedene soziale lotterien: die (braunen) glücksmänner.
Zitationshilfe
„glücksmann“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gl%C3%BCcksmann>, abgerufen am 12.12.2019.

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